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22.10.2017 - 16:45

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Luchse schlagen die Spechte aus Dachau mit 9:1

Nach der Deutschland-Cup-Pause empfingen die Luchse mit dem ASV Dachau einen Gegner, der nur sehr schwer einzuschätzen war. Nicht nur dass sich die Spechte bereits im letzten Jahr deutlich sportlich verbessert hatten, zeigten auch die Ergebnisse in den Vorbereitungsspielen, dass man wachsam sein musste.

Und im ersten Drittel wurde dieser Eindruck noch verstärkt. Zwar waren die Hausherren optisch sicher überlegen und konnten sich immer wieder gute Chancen erarbeiten, aber wie auch zuletzt fehlte oft der letzte Biss im Abschluss und je länger das 0:0 auf der Anzeigetafel stand, umso hektischer wurden manche Aktionen.

Zusätzlich entschärfte der Dachauer Goalie Marcel Schrader mehrere 100 % Chancen.

Aber in der 17. Spielminute war auch er machtlos, als Matthias Hausch auf Zuspiel von Raymund Nickel endlich den ersten Treffer des Spieles mit der Rückhand markieren konnte. Kuriose Begleiterscheinung dieses Treffers, der Münchner Goalie Martin Ausserhofer wollte die Pause nach dem Abpfiff nutzen, um eine Trinkflasche von der Bank zu holen. Und auch die Luchse Offiziellen waren etwas verwundert, als der Schiedsrichter sie darauf hinwies, dass der Goalie nur dann seinen Spielraum verlassen darf, wenn er ausgewechselt wird oder das Team eine Auszeit nimmt. Nachdem die Münchner keine Strafzeit riskieren wollten, nahm man dann schließlich diese Auszeit.

Doch es wollte im Anschluss trotz guter Chancen kein weiterer Treffer fallen und so ging  man mit der knappen Führung in die erste Drittelpause.

 

Sollte im zweiten Drittel  jetzt der Knoten endlich platzen?  Das Gegenteil schien der Fall, auf einmal waren es die Gäste, die sich Chancen erarbeiten konnten. Und als der Kapitän der Luchse, Christian Falat auf der Strafbank Platz nehmen musste, fiel der Ausgleich durch Stefan Metz.

In sicher vielen Köpfen kam sofort die Erinnerung an das mühsame Spiel gegen die U 24 aus Freising auf. Doch diesmal sollte es anders werden.  Auf einmal verstanden es die Luchse aus den gegebenen Möglichkeiten Kapital zu schlagen und bereits 2 Minuten später konnte Raymund Nickel die erneute Führung markieren. Das Zuspiel erfolgte von Christian Geuß.

Und nur knapp 7 Minuten später waren es die Stürmer der ersten Reihe, die ihren ersten Treffer an diesem Abend erzielten. Die Assistenten waren Marius Mühlenberg und Maximilian Huff.

Da wollte die zweite Reihe nicht nachstehen und genau 11 Sekunden später traf Ville Dollhofer zum 4:1. 

Und dann kam natürlich auch die 3. Reihe erfolgreich ins Spiel und nach weiteren 31 Sekunden war es Chris Kohl, der erneut Marcel Schrader überwinden konnte.

Bis zum nächsten Treffer war es dann immerhin über eine Minute. Die Uhr zeigte 34:27 als erneut David Jelinek ein Tor markieren konnte.

 

Mit dem beachtlichen Zwischenstand von 6:1 ging es dann in die nächste Drittelpause.

 

Und auch im letzten Drittel waren die Luchse die deutlich überlegener Mannschaft auf dem Eis. Die sich tapfer wehrenden Gäste mussten nun immer öfter auf der Strafbank Platz nehmen und der MEK konnte dann noch die Treffer 7 und 8  durch Ville Dollhofer, der damit einen Hattrick schaffte, und zum Schlussstand von 9:1 durch Florian Wimberger erzielen.

Besonders erwähnen muss man noch den Gästetorhüter Marcel Schrader. Nach einem Zusammenprall zwischen zwei Spielern und Marcel blieb dieser minutenlang auf dem Eis liegen. Spielte aber trotz des deutlichen Rückstandes und der spürbaren Beinträchtigung das Spiel bis zum Ende – Dachau konnte ihn mangels zweitem Torhüter auch nicht vorzeitig „erlösen“.

Diese Einstellung verdiente wirklich Respekt und so schraubten auch die Münchner ihren Torhunger etwas zurück.

In den nächsten Spielen wird sich zeigen, ob der Schwung dieses Sieges mitgenommen werden kann. Mit Pfaffenhofen wartet am Freitag ein Gegner, mit dem die Luchse  noch eine Rechnung offen haben, verlor man doch auf heimischen Eis das erste Aufeinandertreffen knapp. Am Samstag gastiert dann die 1B vom EV Dingolfing in München. Hier sind die Luchse eigentlich klarer Favorit, aber so ein Doppelspieltag kann auch seine eigene Gesetze haben.