Startschuss in die Preseason – Luchse bestreiten in Straubing und Dingolfing ihre ersten Testspiele

Nach sechs Monaten Sommerpause wird am Wochenende endlich wieder das Luchsfell übergestriffen. Die erste Mannschaft des Münchner EK bestreitet beim Landesligisten EHC Straubing und bei der frisch gemeldeten 1B-Mannschaft des EV Dingolfing die ersten Testspiele der Saison 2025/26.

Auf kurze Sommerpause folgt kompaktes Programm

Auch Monate nach dem letzten Playoff-Spiel gegen den ESV Türkheim ist die Saison 2024/25 nur schwer aus den Köpfen aller zu kriegen, die dem Münchner EK die Daumen drücken. Nach einer schwierigen Vorbereitung legte das Luchsrudel eine Siegesserie von acht Punktspielsiegen in Serie hin, ehe eine Krise zwischen den Jahren mit vier Niederlagen am Stück die Playoffs in weite Ferne rücken ließ. Die Landeshauptstädter konnten sich jedoch berappeln und sicherten sich mit einem Foto-Finish am letzten Spieltag sowie einem hauchdünnen Vorsprung auf den drittplatzierten TSV Farchant die erste Teilnahme an den Bezirksliga-Playoffs seit über einem Jahrzehnt. Dort sollte gegen den ESV Türkheim zwar nach nur zwei Spielen schon Schluss sein, allerdings geht die Saison dennoch zweifelsohne als großer, unerwarteter Erfolg in die Vereinsgeschichte ein. Noch dazu beschreitet der MEK durch die Gründung einer Nachwuchsabteilung sowie die Meldung von drei Nachwuchsmannschaften neue Wege und möchte sich somit in den kommenden Jahren als der Münchner Eishockeyverein für Breitensport etablieren.

Was macht man nun nach solch einem Winter? Selbstverständlich möchte man versuchen, zu zeigen, dass der letztjährige Erfolg keine Eintagsfliege war. Aus diesem Grund hat die sportliche Leitung zusammen mit Coach Markus Kiefl daran gearbeitet, auch für die EIszeit 2025/26 einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen. Das wichtigste hierfür war zunächst die Verlängerung mit „Coach K“. Im Anschluss ging es darum, das Team weitestgehend zusammenzuhalten. Hinter beide dieser Vorhaben konnte schnell ein „erledigt“-Haken gesetzt werden. Zudem haben sich die Landeshauptstädter punktuell mit jungen, hungrigen Spielern mit lokaler Komponente verstärken können. Somit verbleibt nur noch ein Punkt auf der To-Do-Liste bis Saisonstart, nämlich einmal mehr eine intensive Saisonvorbereitung hinzulegen. Auch dies kann, zumindest bis zum aktuellen Zeitpunkt, durchaus als gelungen bezeichnet werden. Das Luchsrudel ist seit Anfang Juni mit Coach auf dem Eis, und mit acht Testspielen steht ein anspruchsvolles wie abwechslungsreiches Vorbereitungsprogramm an. Die ersten beiden Haltestellen auf dieser Reise sind nur noch wenige Tage entfernt.

Der Gegner am Wochenende

Vor etwa eineinhalb Jahren herrschte bei den Akteuren des EHC Straubing ausgelassene Heiterkeit. Der Stammverein des DEL-Clubs vom Gäuboden holte nach einer überragenden Hauptrunde ohne Niederlage und einem beinahe ebenso dominanten Playoff-Run die bayrische Bezirksliga-Meisterschaft und sicherte sich somit den sportlichen Aufstieg in die bayrische Landesliga. Etwa ein Jahr später herrschte Trübsal statt Extase. Die Niederbayern mussten in die Abstiegsrunde, und eine Niederlage am letzten Spieltag gegen den EV Ravensburg besiegelte den sofortigen Wiederabstieg. Nun konnte nur noch ein Verein den EHC retten, nämlich der Bayernligist Erding Gladiators. Würden die Herzogstädter in die Oberliga Süd aufsteigen, würde aufgrund eines fehlenden Absteigers aus der untersten Profiliga der Bayernliga-Absteiger EC Pfaffenhofen als Nachrücker in der Bayernliga verbleiben, somit der Landesliga einen Ersatz für den aufgestiegenen ESV Burgau verwehren und schließlich dem EHC Straubing den Verbleib am grünen Tisch ermöglichen. Die Straubinger mussten zittern, doch in der Overtime von Spiel sieben der Finalserie schoss Cheyne Matheson die Gladiatoren in die Oberliga, rettete damit den EC Pfaffenhofen und sorgte somit indirekt auch für den Ligaerhalt der Straubinger – ob ein Geschenkkorb den Weg von der Donau in die Herzogstadt gefunden hat, ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Textes nicht bekannt.
Damit der Klassenerhalt diesmal auf sportlichem Wege erreicht werden kann, haben sich die Niederbayern hinter der Bande die Dienste vom ehemaligen Straubinger Zweitliga-Spieler Bohumil Kratochvil gesichtert, Verteidiger Florian Meichel vom Bayernligisten EV Dingolfing verpflichtet und den früheren Oberliga-Goalie Marco Feiertag zum Rücktritt vom Rücktritt bewegen können. Im Sturm wirbeln weiter die jungen Einheimischen Jonas Penzkofer, Levin Vöst und Johannes Wolf. Für die Luchse wird es am Freitag also darum gehen, so gut wie möglich mit dem Landesligisten mitzuhalten und die ein oder andere Sache aus der Begegnung mit dem höherklassigen Gegner zu lernen.

Eine weniger dramatische Vergangenheit hat der EV Dingolfing 1B hinter sich. Die Isarratten haben sich nach dem Bayernliga-Aufstieg im März 2023 ist man mittlerweile stabil in der höchsten bayrischen Spielklasse etabliert und trafen im Sommer die Entscheidung, nach neun Jahren wieder eine zweite Mannschaft im Spielbetrieb des BEV zu melden. Der MEK hat zwar in seiner Vereinsgeschichte bereits einige Spiele in der Marco Sturm Eishalle bestritten, allerdings wird die jetzige Zweitvertretung angesichts der Tatsache, dass lediglich acht Spieler aus dem diesjährigen Kader im vergangenen Jahr am organisierten Spielbetrieb teilgenommen haben, ein vollkommen unbeschriebenes Blatt für die Landeshauptstädter sein. Mannschaften mit Spielern wie EVD-Legende Daniel Schickaneder und höherklassig erfahrenen Torhütern wie Konstantin Mayer und Ernest Kinikeev sollten jedoch grundsätzlich nicht unterschätzt werden. Das Spiel am Sonntag wird die erste von drei Begegnungen zwischen den beiden Teams sein, da der EVD 1B ebenso wie die Luchse in der Bezirksliga Gruppe Mitte antreten wird.

Neues aus dem Luchsrudel

Am ersten Testspielwochenende wird Neuluchs Nico Olek sein MEK-Debüt geben. Außerdem werden einige Tryout-Spieler bei mindestens einem der beiden Spiele zum Münchner Kader gehören.

Termine, Uhrzeiten und Informationen zum Stadionbesuch

Das Spiel beim EHC Straubing am Freitag, dem 12. September 2025, beginnt um 20:00 Uhr im Eisstadion am Pulverturm.

Das Spiel beim EV Dingolfing 1B am Sonntag, dem 14. September 2025, beginnt um 13:00 Uhr in der Marco Sturm Eishalle Dingolfing.

Wir sind heiß darauf, wieder aufs Eis zurückzukehren, und freuen uns über jede Zuschauerin und jeden Zuschauer, die die Luchse zum Testspielauftakt begleiten!

Benjamin Dornow, 10. September 2025