MEK feiert zwei Auswärtssiege – Luchse melden sich mit überzeugenden Siegen in Dorfen und Freising eindrucksvoll zurück

Die Erste Mannschaft des Münchner EK hat ein perfektes Wochenende hinter sich. Erst konnte sich das Luchsrudel am Freitag einen 2-6 (1-4, 1-0, 0-2) Auswärtssieg beim ESC Dorfen 1B sichern, und am Sonntag nahmen die Münchner mit einem 2-4 (1-0, 0-4, 1-0) Erfolg in Freising die nächsten drei Punkte in die Landeshauptstadt mit.

Vierfachschlag im ersten Drittel bringt Luchse in Dorfen auf Kurs

Am Freitag ging es für das Luchsrudel zum ersten Teil des Doppelwochenendes nach Dorfen. Dabei hatten die Münchner nicht nur die Derbyniederlage in Dachau im Gepäck, sondern auch einige Ausfälle zu verkraften. Erstmals in der Saison hatte Coach Markus Kiefl lediglich drei Reihen zur Verfügung, doch die fünfzehn mitgereisten Feldspieler machten von Anfang an klar, dass sie unbedingt erfolgreich in das Wochenende starten wollten. Die Landeshauptstädter bestimmten das Spiel von Anfang an und gingen entsprechend früh in Führung. In der fünften Minute feuerte Leon Axtner aus dem hohen Slot auf das gegnerische Tor, ESC-Goalie Simon von und zu Fraunberg konnte die Scheibe nur prallen lassen, und Marvin Kovac drückte den Nachschuss über die Torlinie. Die zweite Münchner Reihe nahm den Schwung in den nächsten Wechsel mit. Eine Minute später konnte Marvin ein Bully im eigenen Drittel für sich entscheiden, der Puck ging zu Luca Neudecker, und der Neuluchs zündete die Düsenjets. Luca ging von dem eigenen Drittel aus über den rechten Flügel durch, überlief all seine Gegenspieler, und ließ Fraunberg mit einem Handgelenkschuss in den Winkel keine Chance. Der MEK-Express rollte nun, und nur wenige Momente nach dem Bully nach dem 0-2 konnten die Luchse schon wieder jubeln. Can-Luca Senghas konnte das Bully nach vorne gewinnen, legte die Scheibe im gegnerischen Drittel nach hinten ab, und Alexander Killinger versenkte einen Sonntagsschuss aus dem hohen Slot im Netz. Sechs Minute, drei Tore – ein Anfang ganz nach dem Geschmack der mitgereisten Luchse-Fans. In der 11. Minute gelang schließlich der vierte Streich. Erneut tankte sich Luca Neudecker auf dem rechten Flügel durch, spielte dem Puck von hinter der Torlinie in den Torraum und traf den Schläger von ESC-Defender Florian Hartl, der die Scheibe unfreiwillig wie unhaltbar zum 0-4 abfälschte.

Als die Luchse zwei Minuten später erneut in Überzahl antreten durften, sah es kurz so aus, als könnte das Spiel bereits früh vorentschieden werden, doch dann schlich sich ein Reifenplatzer ein. Henri Höhn spielte einen Querpass auf Dmitrii Paramonov, allerdings erhielt die Scheibe von der Bande einen für die Gäste unlucky bounce und wurde zum Steilpass für die ausrückenden Dorfener Jonas Blaha und Christoph Lönnig. Blaha leitete die Scheibe an Lönnig weiter, der Dorfener Stürmer hatte nur noch Tamino Kaut vor sich und verkürzte mit dem Unterzahlkonter zum Pausenstand von 1-4. In zweiten Abschnitt zeigten sich die Luchse etwas von der Rolle und ließen ihren Gegnern zu viel Platz. Dies wurde konsequenterweise in der 34. Minute von den Gastgebern bestraft. Paul Lönnig und Benjamin Baumgartner konnten sich die Scheibe im Münchner Drittel unbedrängt zuspielen, und Jonas Blaha vollendete schließlich vor dem Tor zum 2-4. Deutlich ärgerlicher als der zweite Gegentreffer war jedoch die Verletzung von Luca Neudecker. Der Neuluchs, der bis dahin zwei Tore und einen Assist gesammelt hatte, flog nach einem Kontakt mit dem Gegner unglücklich in die Bande und wird den Landeshauptstädtern für längere Zeit fehlen.

Im letzten Abschnitt zeigte sich glücklicherweise wieder ein anderes Bild. Die Luchse präsentierten eine starke Defensivarbeit mit dem Fokus darauf, bis zum Abpfiff keinen Treffer mehr zu kassieren. Die Gastgeber hatten im Schlussabschnitt kaum mehr nennenswerte Chancen, und gut drei Minuten vor dem Abpfiff sorgten die Münchner für die Vorentscheidung. Im merkbar verbesserten Überzahlspiel ließ das Team von Coach Markus Kiefl die Scheibe gut laufen, bis Lukas Doubrawa schließlich vom linken Bullypunkt aus abzog. Der Schuss wurde vom Gegner leicht geblockt, landete allerdings auf der Kelle von Nico Jörg. Der Verteidiger hatte kein Problem, den Puck am bereits liegenden Goalie Fraunberg vorbei über die Linie zu löffeln. Als Dominik Hnat kurz darauf auf die Strafbank musste, hatte die Eispiraten-Reserve noch eine allerletzte Chance, das Spiel nochmal interessant zu gestalten. Anstelle eines Anschlusstreffers wurde der Deckel jedoch endgültig zugemacht. Maximilian Deutzmann fing einen Pass an der blauen Linie ab, lief alleine auf das gegnerische Gehäuse zu und setzte mit einem sehenswerten Shorthander den Schlussstrich unter den verdienten 2-6 Auswärtssieg der Luchse.

Luchse entscheiden das Spiel in Freising nach fulminantem Mittelabschnitt für sich

Zwei Tage später ging es für das Luchsrudel nach Freising, und auch hier waren die Vorzeichen nach den vergangenen Wochen recht klar. Die Gastgeber rund um den bayernligaerfahrenen Veteranen Stefan Sohr standen auf dem dritten Platz, mussten bisher nur eine Niederlage verkraften und hatten am Freitag ein Husarenstück geschafft. Gegen den letztjährigen Finalisten ERC Regen holten die Schwarzbären zwei Punkte und konnten somit mit breiter Brust in das Spiel gegen die Landeshauptstädter gehen. Beide Mannschaften boten im ersten Abschnitt ein unterhaltsames Spiel, in dem die Hausherren in der sechsten Minute den ersten Stich setzen konnten. Nach einem Bully im eigenen Drittel herrschte keine Zuordnung bei den Luchsen, und das nutzten die erfahrenen Freisinger aus. Stefan Sohr bediente Felix Kammermeier, und das Schwarzbären-Urgestein versenkte die Scheibe zum 1-0 im Tor. Das Luchsrudel war in der Folge bemüht, doch beide Mannschaften hielten sich für das restliche erste Drittel die Waage und gingen entsprechend mit dem Spielstand von 1-0 in die Drittelpause.

Was in den ersten zwanzig Minuten noch ein ausgeglichenes Match war, drehte sich im Mittelabschnitt komplett. Von Anfang an spielte nur eine Mannschaft, nämlich die der Landeshauptstädter. Die Gastgeber waren nun völlig von der Rolle und konnten sich nur noch mit Strafzeiten helfen. Eine solche Strafe kassierten die Bären in der 25. Minute, und die Münchner schlugen erstmals an diesem Abend zu. Die Luchse entschieden das Bully für sich, ließen die Scheibe gut laufen und markierten den verdienten Ausgleichstreffer. Dmitrii Paramonov feuerte einen gut gezielten Handgelenkschuss ab und ließ die Scheibe in den Maschen zappeln. Drei Minuten später wurde es kurios, allerdings nicht weniger erfolgreich. Michael Glattenbacher erlief sich eine geklärte Scheibe hinter dem gegnerischen Tor und feuert einfach mal ab. Der Puck traf SEF-Goalie Manuel Hanisch von hinten an seinem Bein und prallte von dort über die Torlinie. Glatte feierte sein drittes Saisontor lautstark, und die Luchse nahmen den Fuß nicht vom Gas. Die Gastgeber waren nun kaum mehr zu sehen, und vier Minuten vor dem Drittelende sorgten die Landeshauptstädter für die Vorentscheidung. Erst vollendete Tobias Treichl in Überzahl einen Spielzug und stellte mit seinem ersten Saisontreffer auf 1-3, und 14 Sekunden später sorgte die dritte Münchner Reihe für den Knockout. Vom Bully nach dem Tor weg stürmte Jonas Mauch nach vorne und bediente Can-Luca Senghas. Can kickte die Scheibe sehenswert weiter zu Moritz Barth, und Mo ließ den Puck mit einem gezielten Handgelenkschuss im Netz zappeln. Die Münchner Bank feierte frenetisch, und auch die etwa 50 mitgereisten MEK-Fans waren komplett aus dem Häuschen ob des dominanten Mittelabschnitts der Landeshauptstädter.

Im letzten Abschnitt war die Marschrichtung klar. Coach Markus Kiefl wollte seine Mannen weiter das Spiel bestimmen sehen, allerdings mit einem größeren Fokus auf die Defensive. Die Gastgeber sollten keine Chance bekommen, sich wieder in das Spiel hineinzukämpfen und den bereits in Aussicht stehenden Auswärtssieg zunichtezumachen. Dieses Vorhaben startete vielversprechend, allerdings weniger aus eigener Kraft. Wie schon im zweiten Drittel strahlte die Strafbank eine fast schon mystische Anziehungskraft auf die Schwarzbären aus. In diesen Überzahlspielen hatten die Luchse einige Gelegenheiten, den Deckel endgültig draufzumachen, scheiterten jedoch auf spektakuläre Weise entweder an sich selbst oder am mittlerweile eingewechselten Freisinger Goalie Marco Krojer. Dieser fahrlässige Umgang mit den eigenen Chancen rächte sich. Ziemlich genau 10 Minuten vor Abpfiff durften die Gastgeber in Überzahl spielen und erzielten in Person von Kevin Schmidt das 2-4. Als wenige Sekunden später auch noch Marvin Kovac auf die Strafbank wanderte, witterten die Domstädter kurz etwas Morgenluft. Diese Hoffnung zerschlug sich jedoch schnell. Die Luchse verteidigten couragiert und hatten durch Yehor Vinnytskyi mit einem Unterzahlkonter sogar die Gelegenheit, den alten Vorsprung wiederherzustellen, doch der Ukrainer zielte knapp über das Tor. Nachdem die Unterzahlsituation erfolgreich überstanden war, setzte sich das alte Bild fort. Die Bären wanderten zuverlässig auf die Strafbank, sodass die Münchner die letzten Minuten entspannt von der Uhr spielen und den zweiten Sieg des Wochenendes feiern konnten.

Fazit

In Vergleich zur vorwöchigen Derbyniederlage war das Luchsrudel an diesem Wochenende kaum wiederzuerkennen. Die Landeshauptstädter zeigten 60 Minuten Kampf, Einsatz und Leidenschaft, gepaart mit sehenswertem Offensivspiel. Neben den Schützen von sehenswerten Toren wie Luca Neudecker, Michael Glattenbacher oder Maximilian Deutzmann stachen an diesem Wochenende vor allem die Arbeiter hervor. Can-Luca Senghas zeigte seine bisher wohl stärksten Leistungen im Luchsfell, und der normalerweise mit Tore schießen beschäftigte Yehor Vinnytskyi stellte sich ebenfalls komplett in den Dienst der Mannschaft und arbeitete unermüdlich.

Auch Coach Markus Kiefl war voll des Lobes für sein Team. Der Münchner Trainer sagte nach dem Spiel, dass sich alle Luchse in den Dienst der Mannschaft gestellt und als Teamplayer agiert haben, und dass die Münchner mit dieser Leistung einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. So kann es im Lager der Landeshauptstädter gerne weitergehen!

Ausblick

Am kommenden Wochenende ist die Erste des Münchner EK einmal im Einsatz. Das Luchsrudel tritt am Samstag, dem 29. November, um 17:15 Uhr auswärts beim ESC Vilshofen an.

Benjamin Dornow, 25. November 2025

Statistik Freising – MEK

ESC Dorfen 1B – Münchner EK „Die Luchse“ 2-6 (1-4, 1-0, 0-2)

21. November 2025, 20:00 Uhr

Dr. Rudolf Stadion Dorfen

Zuschauer: 51

Aufstellungen:

ESC Dorfen 1B

Freiherr von und zu Fraunberg, Rinnerer – Hartl, Steierer (C), Behrendt (A), Walter, P. Lönnig, Numberger – Blaha, Reinhold, Baumgartner, Weiskopf, C. Lönnig, Weinert, Wiedenhofer, Schwimmer (A), Geisberger, Schreiner, Voglhuber

Münchner EK „Die Luchse“

Kaut, Weber – Stroppe, Jörg, Killinger (A), Höhn, Hnat, Axtner (C), Paramonov – Neudecker, Doubrawa, Vinnytskyi, Kovac, Deutzmann (A), Steer, Senghas, Barth, Treichl

Tore:

0-1 Kovac (Axtner, Neudecker, 4:21)

0-2 Neudecker (Doubrawa, 5:05)

0-3 Killinger (Senghas, Barth, 6:06)

0-4 Neudecker (Axtner, Kovac, 11:19/PP1)

1-4 C. Lönnig (Blaha, 13:17/SH1)

2-4 Blaha (Baumgartner, P. Lönnig, 33:01)

2-5 Jörg (Doubrawa, Stroppe, 56:49/PP1)

2-6 Deutzmann (kein Assist, 58:33/SH1)

Strafminuten:

ESC Dorfen 1B: 8

Münchner EK „Die Luchse“: 6

Statistik Freising – MEK

SE Freising – Münchner EK „Die Luchse“ 2-4 (1-0, 0-4, 1-0)

23. November 2025, 18:00 Uhr

Weihenstephan Arena Freising

Zuschauer: 151

Aufstellungen:

SE Freising

Hanisch, Krojer – Castlunger, Schorr (C), Schierbaum, Lieser, Schmidt, Sohr (A) – Heilmaier, Stippl, Wöhler, Aigner, Maierthaler, Schneider, Hamza, Kammermeier (A), Wiche

Münchner EK „Die Luchse“

Kaut, Weber – von Friderici, Stroppe, Jörg, Killinger (A), Hnat, Axtner (C), Paramonov – Doubrawa, Vinnytskyi, Kovac, Deutzmann (A), Glattenbacher, Steer, Mauch, Senghas, Barth, Treichl

Tore:

1-0 Kammermeier (Sohr, 5:26)

1-1 Paramonov (Deutzmann, von Friderici, 24:38/PP1)

1-2 Glattenbacher (kein Assist, 27:50)

1-3 Treichl (Vinnytskyi, von Friderici, 36:17/PP1)

1-4 Barth (Senghas, Mauch, 36:31)

2-4 Schmidt (Schorr, Aigner, 50:54/PP1)

Strafminuten:

SE Freising: 20

Münchner EK „Die Luchse“: 8

Bilder