Endspurt dahoam startet erfolgreich – Luchse behalten die Punkte gegen Pfaffenhofen und Aich im eigenen Stadion
Die Luchse konnten ihre ersten Heimspiele des neuen Kalenderjahres erfolgreich gestalten. Gegen den EC Pfaffenhofen erkämpften sich die Münchner einen 4-3 (2-0, 1-0, 1-3) Heimsieg, und der EV Aich wurde mit einem 3-1 (2-0, 1-1, 0-0) wieder nach Hause geschickt.
Luchse erkämpfen sich in zerfahrenem Spiel gegen Pfaffenhofen drei Punkte
Das erste Heimspiel des Kalenderjahres 2026, das erste Heimspiel des fünf Spiele andauernden Homestands – es war alles angerichtet für einen unterhaltsamen Eishockeyfreitag im Münchner Westen! Dem Luchsrudel war bewusst, dass ein Sieg gegen die Pfaffenhofener Reserve unabdingbar war. Zum einen blieb den Luchsen nicht viel Raum für Fehler, um noch zum oberen Mittelfeld aufzuschließen, und zum anderen hätten die Luchse von ihrem Freitagsgegner mit einem Sieg noch eingeholt werden können. Entsprechend druckvoll kamen die Landeshauptstädter aus der Kabine und waren die erste Mannschaft, die sich auf dem Scoreboard eintragen konnte. In der achten Minute eroberten die Luchse den Puck im Mitteldrittel. Ein Gästeverteidiger hatte die Aufgabe, Theodor Ziegelhöffer und Simon Klopstock aufzuhalten, doch die Münchner spielten das Zwei-auf-Eins perfekt aus. Simon spielt quer auf Theo, dieser schickt die Scheibe zurück zum Absender, und das Münchner Kindl netzte souverän zum 1-0 ein. Die Luchse blieben weiter am Drücker und konnten zwei Minuten später den Vorsprung verdoppeln. In Überzahl schnürte der MEK seine Gegner im eigenen Drittel ein, und am Ende war es Theodor Ziegelhöffer, der auf 2-0 erhöhen konnte. Im weiteren Verlauf des Drittels erarbeiteten sich auch die Holledauer ihre ersten gefährlichen Chancen, allerdings konnten sie ihren ehemaligen Mitspieler Jan Kumerics im Münchner Gehäuse nicht überwinden. Somit endete das erste Drittel mit einer ungefährdeten 2-0 Führung der Gastgeber.
Auch im Mittelabschnitt nahmen die Landeshauptstädter den Fuß nicht vom Gas. Das Spiel kannte nur eine Richtung, nämlich das Pfaffenhofener Tor. Gegen Mitte des Drittels nahm der Frust der Gäste in Form einer hässlichen Aktion Überhand. Quirin Oexler fuhr in der neutralen Zone einen vollkommen übermotivierten wie unnötigen Hit mit exakt einem Ziel, nämlich dem Knie von Simon Klopstock. Für diese unsportliche Aktion kam der gegnerische Spieler lediglich mit einer Fünf-Minuten-Strafe wegen Beinstellen davon. Sowohl die Betitelung als auch das Strafmaß sorgte für Irritationen auf Seiten der Gastgeber, die sich sowieso schon wundern durften, inwiefern das Verhältnis von verhängten Strafminuten aufgrund von gesundheitsgefährdenden Aktionen im Vergleich zu Vergehen wie Meckern zum Schutz der körperlichen Gesundheit der Spieler passte.
Die Luchse nahmen die Situation sportlich. Im Vier-gegen-Vier – natürlich wurde der aufgrund des Kniechecks gegen ihn zurecht aufgebrachte Spieler auch auf die Strafbank geschickt – nutzten die Luchse den Raum auf dem Eis und bauten ihre Führung mit einem wunderbar ausgespielten Konter weiter aus. Nico Jörg schickte Moritz Barth mit einem weiten Pass auf die Reise, und Mo spielte kurz vor der Torlinie einen optimalen Querpass auf Christian Steinmetz. So stark bedient musste die Münchner Pferdelunge den Puck nur noch ins leere Tor chippen, und dies gelang ihm mühelos. Das Einzige, was sich die Landeshauptstädter in diesem Drittel vorwerfen lassen können, war ihr sagenhafter Chancenwucher. Sinnbildlich hierfür war besonders eine Angriffssequenz, innerhalb derer erst erst Alex van gen Hassend und danach Dmitrii Paramonov den Pfosten trafen. Bei einem Torschussverhältnis von 18-3 hätten durchaus mehr als ein Treffer herausspringen können, doch so ging es mit einem 3-0 in die zweite Pause.
Eine alte Sportlerweisheit bewahrte sich wenige Sekunden nach Wiederanpfiff – machst du die Dinger vorne nicht rein, fängst du sie dir hinten. Die Luchse begannen das Spiel in Überzahl, als die Gäste einen kurzen Entlastungsangriff auf das Münchenr Tor brachten. Jan Kumerics parierte und dachte, er hätte die Scheibe sicher. Als Sven Marb jedoch auf die Pads von Jan klopfte, lockerte sich die Scheibe und kullerte zum 3-1 Anschlusstreffer über die Linie. Als Tim Lohrer in der 45. Minute dann noch auf 3-2 verkürzte, wuchsen die Sorgen auf der Münchner Bank weiter an. Zum Glück konnten diese Sorgen innerhalb weniger Minuten wieder etwas gedämpft werden. Nur eine Minute nach dem zweiten Treffer der Gäste durften die Luchse in Überzahl agieren. Yehor Vinnytskyi zog vom rechten Flügel ab und schoss seinen Reihenkollegen Theodor Ziegelhöffer mit voller Wucht am Unterschenkel ab. Die Flugbahn der Scheibe änderte sich durch den Treffer auf Theos Beinschuss und wurde dadurch unhaltbar für Gästegoalie Lukas Usselmann. Die Wiederherstellung des Zwei-Tore-Vorsprungs war zwar beruhigend, doch beendet war das Spiel noch lange nicht. Kurz nach dem letzten Seitenwechsel verpasste Yehor Vinnytskyi bei einem Alleingang die Gelegenheit, das Spiel endgültig zu entscheiden, und wieder einmal rächte sich das Vergeben von Großchancen. Mit dem sechsten Feldspieler auf dem Eis kamen die Gäste zwei Minuten vor Abpfiff nochmal heran. Wieder Tim Lohrer ließ Jan Kumerics bei einem Flachschuss aus dem hohen Slot keine Chance, und es wurde nochmal eng im Münchner Weststadion. In den verbleibenden zwei Minuten zeigten die Landeshauptstädter jedoch den unbedingten Willen, die Punkte zuhause zu behalten. Wichtige Bullys wurden gewonnen, die Zeit wurde von der Uhr gekämpft, und als die Schlusssirene ertönte, stand schließlich ein hart erarbeitetes 4-3 auf der Anzeigetafel.
Münchner Blitzstart und starke Special Teams machen gegen Aich den Unterschied aus
Zwei Tage später stand das zweite Mittagsspiel für die Münchner Luchse an. Am Sonntag war der EV Aich um 13:30 Uhr im Münchner Weststadion zu Gast. Auf dem Eis ging vor Anpfiff alles schief, was nur schief gehen kann. Lukas Doubrawa musste nach dem Warmup in der Kabine bleiben, sodass die Landeshauptstädter gerade so drei Reihen aufbieten konnten und deren Zusammenstellung kurzfristig ändern mussten. Die kurzfristige Personalrochade stiftete Verwirrung auf dem Eis, und nach nur 16 Sekunden mussten die Luchse erstmals an diesem Nachmittag Unterzahl spielen. Schon im ersten Penaltykill des Abends zeigte sich jedoch, dass diese SItuationen im Laufe des Spiels kein Problem sein würden. Die Gäste brachten die ersten Schüsse des Spiels auf das Tor von Jens Berger, doch der Münchner Goalie parierte souverän. Nach einer guten Minute fing Leon Axtner einen Pass ab und chippte die Scheibe nach vorne. Michael Glattenbacher interpretierte den Befreiungsschlenzer des Münchner Kapitäns als Aufforderung, zündete den Turbo, erlief sich die Scheibe, und lief alleine auf Gästetorwart Johannes Probst zu. Im Eins-Gegen-Eins ließ Glatte Probst keine Chance und brachte seine Farben per sehenswerten Shorthander in Führung. Auch nach dem Führungstreffer der Luchse waren die Gäste optisch überlegen, machten jedoch nichts aus ihren Chancen. Ganz anders verhielt es sich bei den Luchsen. In der fünften Minute kamen die Münchner zum zweiten Mal vor das gegnerische Tor, und wieder klingelte es. Simon Klopstock scheiterte im ersten Versuch, sicherte sich jedoch seinen eigenen Nachschuss und bugsierte die Scheibe zum 2-0 über die Linie. Die Gäste monierten auf ein Schlittschuhtor, doch die Beschwerden brachten nichts außer einer Zwei-Minuten-Strafe für Meckern ein. Im restlichen Verlauf des Drittels erarbeiteten sich die Aicher weiterhin ein Chancenübergewicht, doch die Gastgeber verteidigten mit kurzer Bank clever und konnten sich zwischen den Pfosten auf Jens Berger verlassen. Somit ging es mit einem 2-0 in die erste Pause.
Der Mittelabschnitt begann für die Gäste etwas erfreulicher, als die ersten zwanzig Minuten endeten. Kapitän Max Retzer wurde vor dem Münchner Tor angespielt, schaute Jens Berger aus und brachte die Aicher auch aufs Scoreboard. Die Luchse hatte das Hinspiel beim EVA, bei dem sie zwei Mal eine Führung hergaben und am Ende eine bittere Niederlage einstecken mussten, noch in bester Erinnerung, und wollten kein weiteres Erlebnis dieser Art. Glücklicherweise schwächten sich die Gäste kurz nach dem Anschlusstreffer selbst. Abseits des Spielgeschehens verpasste EVA-Verteidiger Danny Weber Michael Glattenbacher einen absolut unnötigen Hit gegen den Kopf und wurde vollkommen zurecht mit einer Spieldauerstrafe in die Kabine geschickt. Als noch ein weiterer Gästespieler auf die Bank musste, schlugen die Luchse in doppelter Überzahl zu. Simon Klopstock legte quer zu Theodor Ziegelhöffer, Theo feuerte den Puck aufs Tor, und kurz vor EVA-Goalie Probst hielt Luis Stroppe seinen Schläger in den Schuss. Der feine Tip fälschte die Scheibe unhaltbar ab, und der alte Vorsprung war wiederhergestellt. Leider konnten die Luchse aus ihren verbleibenden Minuten in Überzahl wenig machen, doch auch die Gäste landeten keinen weiteren Streich. Somit gingen die Münchner auch nach Drittel Zwei mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine.
Im letzten Drittel wollte MEK-Coach Markus Kiefl von seinen Mannen eine konzentrierte Defensivleistung sehen. Im Mittelpunkt stand es, keinen weiteren Treffer zuzulassen, und diese Marschroute wurde von seinem Team konsequent befolgt. Die Luchse waren im eigenen Drittel fokussiert und ließen kaum gefährliche Chancen zu. Kurz vor dem letzten Seitenwechsel schwächten sich die Gäste ein weiteres Mal unnötig selbst, jedoch nicht ohne Konsequenzen für die Landeshauptstädter. MEK-Verteidiger Alex van gen Hassend tankte sich an der Bande nach vorne, und auf Höhe der Sprecherkabine rauschte der US-Amerikaner mit voller Wucht gegen den Kopf des Münchner Dauerbrenners. Warum er das tat, weiß wohl nur Dunford selbst, denn mit diesem Hit wurde außer einer Matchstrafe gegen den Aicher Stürmer nichts errungen. Zudem musste Alex sofort in die Kabine, und eine Rückkehr während der laufenden Saison steht aktuell noch in den Sternen. Im fünfminütigen Überzahlspiel erspielten sich die Münchner einige Gelegenheiten, scheiterten jedoch wieder und wieder an Probst im gegnerischen Tor. Besonders Simon Klopstock zeichnete sich als offensiver Aktivposten aus, doch nach seinem Treffer im ersten Drittel war das Tor wie vernagelt für das Münchner Kindl. Auch wenn das lange Powerplay keinen Torerfolg brachte, gingen dadurch wenigstens wertvolle Minuten von der Uhr. Kurz vor Ende erhielten die Gäste noch ein Überzahlspiel, doch auch in dieser Situation war das Blatt nicht mehr zu wenden. Ein wenig Pech hatten die Münchner noch, die das zugunsten eines sechsten Feldspielers verwaiste gegnerische Tor drei Mal denkbar knapp verfehlten (ein Mal klingelte gar der Pfosten), doch auch für ein 3-1 gibt es drei Punkte.
Rückspiele gegen Pfaffenhofen und Aich bringen weniger Feinkost, aber mehr Zählbares
Nachdem die misslungenen Hinspiele in Pfaffenhofen und Aich dem Luchsrudel einen schweren Saisonstart bescherten, liefen die Rückspiele gegen beide Mannschaften deutlich besser. Die Landeshauptstädter erspielten sich in beiden Spielen einen Vorsprung im ersten Drittel, den sie im weiteren Verlauf des Spiels clever verteidigten und nicht mehr hergaben. Die Münchner waren von den 120 gespielten Minuten am Wochenende über 110 Minuten lang in Führung und keine Sekunde lang im Rückstand. Besonders stark präsentierten sich am Wochenende Simon Klopstock (2 Tore, 3 Assists) und Theodor Ziegelhöffer (2 Tore, 2 Assists), die beide Garanten für die Siege in den Low-Scoring-Games waren. Auch die Goalies Jan Kumerics und Jens Berger waren Garanten für die beiden Siege, dank denen die Luchse die kommenden Aufgaben mit Selbstvertrauen angehen können.
Ausblick
Am kommenden Wochenende geht es im Münchner Westen wieder rund. Am Samstag um 19:30 Uhr sind die Freising Black Bears im Luchsbau zu Gast. Wir freuen uns auf einen weiteren stimmungsvollen Eishockeyabend mit vielen Zuschauern!
Benjamin Dornow, 21. Januar 2026
Statistik MEK vs Pfaffenhofen 1B
Münchner EK „Die Luchse“ – EC Pfaffenhofen 1B 4-3 (2-0, 1-0, 1-3)
16. Januar 2026, 19:30 Uhr
Eis- und Funsportzentrum West
Zuschauer: 73
Aufstellungen:
Münchner EK „Die Luchse“
Kumerics, Weber – Stroppe, van gen Hassend, Jörg, Höhn, Axtner (C), Paramonov – Klopstock (A), Steinmetz, Doubrawa, Fleissner, Vinnytskyi, Ziegelhöffer, Deutzmann (A), Glattenbacher, Mauch, Senghas, Barth
EC Pfaffenhofen 1B
Usselmann, Gahr – Oexler, Gasser, Heumann, Leonhardt, Lohrer, Ettl – Gräber, Marb, Steger, Pfab, Heß, Souton, Uhl, Rahimi-Ebner, Dallosch
Tore:
1-0 Klopstock (Ziegelhöffer, Vinnytskyi, 7:18)
2-0 Ziegelhöffer (van gen Hassend, Klopstock, 9:24/PP1)
3-0 Steinmetz (Barth, Jörg, 35:22)
3-1 Marb (ohne Assist, 41:15/SH1)
3-2 Lohrer (Heß, 44:34/PP1)
4-2 Ziegelhöffer (Klopstock, Vinnytskyi, 45:25/PP1)
4-3 Lohrer (Heß, 58:06/EN)
Strafminuten:
Münchner EK „Die Luchse“: 14
EC Pfaffenhofen 1B: 14+5
Statistik MEK vs Aich
Münchner EK „Die Luchse“ – EV Aich 3-1 (2-0, 1-1, 0-0)
18. Januar 2026, 13:30 Uhr
Eis- und Funsportzentrum West
Zuschauer: 86
Aufstellungen:
Münchner EK „Die Luchse“
Berger, Kaut – Stroppe, van gen Hassend, Jörg, Axtner (C), Paramonov – Klopstock (A), Steinmetz, Doubrawa, Ziegelhöffer, Deutzmann (A), Glattenbacher, Steer, Mauch, Senghas, Barth
EV Aich
Probst, Molnar – Weber, Triebswetter, Koller, Maier, Gröger, Urzinger – Retzer, Assig, Parlato, Dunford, Asen, Fahning, Braun, Herpich, Böck
Tore:
1-0 Glattenbacher (Axtner, 1:50/SH1)
2-0 Klopstock (Glattenbacher, 4:30)
2-1 Retzer (Parlato, Triebswetter, 23:05)
3-1 Stroppe (Ziegelhöffer, Klopstock, 27:56/PP2)
Strafminuten:
Münchner EK „Die Luchse“: 20
EV Aich: 6+25+25
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