Engagierter Verteidiger geht ins Ausland – Danke, Jogi!
Die Erste des MEK muss sich von einem Aktivposten in der Defensive verabschieden. Verteidiger Nico Jörg geht für ein Jahr ins Ausland und wird entsprechend nicht für die Luchse auflaufen können.
Nico hat den Eissport beim ECDC Memmingen erlernt. Am Hühnerberg durchlief er die Nachwuchsmannschaften und schnupperte in einigen Trainingseinheiten mit der ersten Mannschaft sogar etwas Oberligaluft. Nach einer verkürzten Saison in Berlin, einer Spielzeit beim Landesligisten EV Fürstenfeldbruck und einer einjährigen Pause vom Ligenspielbetrieb aufgrund eines Auslandsaufenthaltes heuerte er bei den Luchsen an. Dort fand Nico mehr als nur einen Verein für seine nächsten zwei Spielzeiten, sondern vielmehr eine Heimat.
Nico brachte in jedem Spiel für den MEK viel Energie aufs Eis. Der hoch gewachsene Verteidiger spielt ein laufintensives und zeitgleich grundsolides Spiel, ist dank seiner Athletik kaum abzuschütteln und macht seinen Gegnern mit seiner Zweikampfstärke das Leben schwer. Auch offensiv schaltet sich Nico gerne in das Geschehen ein. Dies macht er sowohl aus der Ferne mit zielsicheren Handgelenkschüssen als auch aus nächster Distanz. So erzielte er in der abgelaufenen Saison 2025/26 einige Powerplaytore, als er vor dem Tor als Screener und Rebounder agierte. Sein offensiv wie defensiv positiver Einfluss auf das Spielgeschehen wird dadurch verdeutlicht, dass er die vergangene Saison mit der besten mannschaftsintern besten Plus/Minus-Wertung abschließen konnte. In zwei Spielzeiten beim MEK absolvierte Nico 34 Spiele, in denen er vier Tore erzielte und elf weitere Treffer vorbereiten konnte.
Nico wird den Luchsen nicht nur sportlich fehlen. Der Physikstudent ist sowohl innerhalb der Mannschaft als auch innerhalb des gesamten Vereins eine feste Größe. Gab es einen Termin mit den Luchsen, war Nico stets da, egal ob auf oder neben dem Eis. Zudem spielte er eine tragende Rolle in der Integration der Nachwuchsmannschaften in den Verein. Nico unterstützte die U11-Mannschaft Woche für Woche als Co-Trainer und beteiligte sich ebenfalls regelmäßig in der Laufschule. Dieses Engagement über den bloßen Spielbetrieb in der Ersten Mannschaft hinaus kann ihm gar nicht hoch genug angerechnet werden.
Der Abschied vom MEK muss jedoch nicht für immer sein. Nico schreibt seine Masterarbeit in Norwegen, allerdings ist nach dieser Zeit eine Rückkehr in die bayrische Landeshauptstadt und insbesondere ins Luchsrudel alles andere als ausgeschlossen. Ob es tatsächlich so kommen wird, wird die Zeit zeigen, doch eines steht fest – für Nico wird mit Sicherheit immer ein Platz im Luchsrudel frei sein.
Wir bedanken uns von ganzem Herzen für deinen Einsatz für den MEK, Jogi, wünschen dir eine tolle Zeit im Ausland, und würden uns freuen, wenn sich unsere Wege nach deiner Rückkehr wieder kreuzen!
Benjamin Dornow, 17. April 2026
