Schwieriges Pflaster lässt Luchse erneut stolpern – MEK bleibt bei Auftaktniederlage in Pfaffenhofen torlos
Die Münchner Luchse mussten am ersten Spieltag eine bittere Pille schlucken. Trotz eines klaren Chancenplus setzte es beim EC Pfaffenhofen 1B eine aufgrund mangelnder Konsequenz vor dem eigenen und gegnerischen Tor verdiente 3-0 (1-0, 2-0, 0-0) Niederlage.
Luchse verlieren nach gescheiterte Anfangsoffensive die Initiative
Die Landeshauptstädter reisten mit großen Vorsätzen, jedoch einer dezimierten Mannschaft in die Holledau. Mit Leon Axtner, Dmitrii Paramonov, Nico Olek, Alex van gen Hassend und Clemens von Friderici fehlte die Hälfte der Münchner Defensive, und im Angriff musste Coach Markus Kiefl auf Nicholas Gagne, Andreas Steer, Lukas Doubrawa und Michael Glattenbacher verzichten. Keine optimalen Voraussetzungen also, allerdings startete das Luchsrudel dennoch wie die Feuerwehr in das erste Punktspiel. Früh wurden die Gastgeber im eigenen Drittel eingeschnürt, besonders im ersten Überzahlspiel des Abends. Insbesondere die erste Münchner Überzahlformation ließ die Scheibe wunderbar laufen und brachte mehrere gefährliche Abschlüsse auf das Pfaffenhofener Tor, allerdings verlief die Anfangsoffensive ohne Torerfolg.
Was nach den furiosen ersten fünf Minuten folgte, ist nur schwer zu erklären. Ohne Not gaben die Luchse das Heft des Handelns aus der Hand, und die Gastgeber, die anfangs mit Defensivarbeit vollends ausgelastet waren, konnten sich zurück in die Partie kämpfen. Folgerichtig ging der erste Treffer des Abends auf das Konto der Pfaffenhofener. Michael Pfab scheiterte in einem ersten Versuch, und Ex-Luchs Nikolas Schünemann löffelte die Scheibe im Nachschuss an Paula Weber vorbei ins Tor. Die mit viel Selbstvertrauen und besten Vorsätzen angereisten Landeshauptstädter waren nun völlig von der Rolle und fanden nicht mehr den Weg zu ihrem Spiel. Von Aktionen im gegnerischen Drittel war nun nicht mehr viel zu sehen, ganz im Gegenteil. Nun konnten sich die Luchse bei ihrem beherzt verteidigenden Defensivverbund sowie Torfrau Paula Weber bedanken, dass es lediglich mit einem 1-0 in die Drittelpause ging.
Knallharte Effizienz gegen kollektiven Chancentod
Der Auftrag für den zweiten Abschnitt war klar, nämlich den Weg zurück zum eigenen Spiel finden und endlich wieder vermehrt Abschlüsse auf das gegnerische Tor bringen. Dies gelang recht gut, erkennbar an dem massiven Chancenplus, das die Gäste in den zweiten zwanzig Minuten verzeichneten. Die Gelegenheiten, endlich den ersten Treffer der Hauptrunde zu erzielen, waren in rohen Mengen vorhanden. Theodor Ziegelhöffer fuhr alleine auf ECP-Goalie Patrick Weiner scheiterte jedoch an dem früheren Bayernliga-Schlussmann. Christian Steinmetz hatte ein mal per Direktabnahme die Gelegenheit, doch Weiner machte die Tür im letzten Moment zu. Erneut Steini war es, der die beste Gelegenheit des Abschnitts hatte. Ein Schuss des aus der Personalnot heraus wieder in der Defensive aufgestellten Stürmers kullerte auf die Torlinie zu, blieb jedoch kurz vor dem Überqueren selbiger liegen.
Ganz anders agierten die Gastgeber vor dem Tor. Der ECP verzeichnete kaum Chancen im zweiten Drittel, nutze diese jedoch auf höchst effiziente Art und Weise. In der 34. Minute machte Verteidiger Dominik Hnat beim Versuch, die blaue Linie zu halten, eigentlich alles richtig. Der Münchner Defensivhüne stellte seinen Schlittschuh in einen Aufbaupass der Gastgeber, allerdings prallte er perfekt auf die Kelle von Nikolas Schünemann. Der Routinier schickte Maddox Schwirtzer auf die Reise, der Pfaffenhofener Stürmer hatte nur noch Paula Weber vor sich und netzte gnadenlos zum 2-0 ein. Kurz darauf arbeiteten die Luchse hart, um ein Unterzahlspiel zu überstehen. Dieses Vorhaben gelang zwar, allerdings setzte es zwei Sekunden nach Ablauf der Strafe den nächsten Nackenschlag. Aus kurzer Distanz brachte Tim Lohrer die Scheibe aufs Tor, und der Handgelenkschuss des ECP-Stürmers schlug auf der Fanghandseite von Paula Weber zum 3-0 ein. Komplett bedient gingen die Landeshauptstädter mit dem trotz aller Bemühungen verdienten Rückstand in die Kabine.
Spiel auf ein Tor ohne Erfolg
Auch im letzten Drittel blieben die Gäste bemüht, allerdings arbeitete die mentale Komponente des Spiels mittlerweile gegen die Landeshauptstädter. Der Rückstand schlug den Münchnern sichtbar auf den Magen, denn trotz intensiver Angriffsbemühungen sollte auch in den letzten zwanzig Minuten kein Treffer gelingen. Die Gastgeber verteidigten tief und ließen ihre Gegner kommen, und die Luchse fanden keinen zuverlässigen Weg, sich spielerisch in das gegnerische Drittel zu arbeiten. Mal stoppte ein Schläger an der blauen Linie einen Angriff, mal ging ein Pass auf die Kelle des Gegners oder ins Nichts. Ein Mittel, das recht solide funktionierte und dennoch viel zu selten angewendet wurde, war das schnelle Überbrücken des Mitteldrittels. Ein mal wendete die dritte Reihe dies in den finalen Minuten des Spiels an, als Luca Neudecker auf die Reise geschickt wurde. Der Neuluchs hatte nur noch ECP-Goalie Weiner vor sich, der den Hundertprozenter des Münchner Stürmers jedoch mit einer astreinen Hasekrolle entschärfen konnte.
Als die Münchner sich kurz vor Ende ein doppeltes Überzahlspiel erarbeiteten, witterte Coach Markus Kiefl die letzte Chance, das Ruder doch noch herumzureißen. Der Münchner Trainer nahm eine Auszeit und ließ Paula Weber zugunsten eines sechsten Feldspielers auf der Bank Platz nehmen. Selbst in dreifacher Überzahl schafften die Luchse es jedoch nicht, sich mehr als zwei Torschüsse zu erarbeiten. Diese waren zwar hochgefährlich, doch Yehor Vinnytskyi scheiterte mit einem eigentlich sicheren Nachschuss direkt vor der Torlinie. Das Tor der Gastgeber blieb wie vernagelt, und so konnten die Holledauer die Zeit von der Uhr spielen und dem MEK mit einem verdienten 3-0 Heimsieg den Auftakt in die Punkterunde gehörig versalzen.
Zu wenig für das erste Punktspiel
Nach dem ersten Auftritt lässt sich nur eines mit Sicherheit sagen, nämlich dass das für den Punktspielauftakt einfach zu wenig war. Die Landeshauptstädter ließen sich nach einem absolut überlegenen Start die Butter vom Brot nehmen und schafften es nicht, ein Mittel gegen den ECP zu finden. Die Gastgeber waren spielerisch zwar unterlegen, machten dies jedoch mit 125 % Einsatz in jedem Wechsel, konsequenter Vorgehensweise in der Defensive, genickbrechender Effizienz in der Offensive und einer phänomenalen Goalieleistung von Patrick Weiner wieder wett. Das Luchsrudel wird nach diesem misslungenen Auftakt im Training unter der Woche schnell an einer Antwort arbeiten müssen, denn die nächsten Aufgaben im Spielplan der Bezirksliga Mitte werden definitiv nicht einfacher.
Ausblick
Nächste Woche geht es für das Luchsrudel wieder in den Norden der Landeshauptstadt. An Halloween (31.10.) sind die Münchner in Moosburg beim EV Aich zu Gast. Wir freuen uns auf eure Unterstützung beim EVA!
Benjamin Dornow, 28. Oktober 2025
Statistik
EC Pfaffenhofen 1B – Münchner EK „Die Luchse“ 3-0 (1-0, 2-0, 0-0)
26. Oktober 2025, 17:30 Uhr
Stadtwerke Arena Pfaffenhofen
Zuschauer: 30
Aufstellungen:
EC Pfaffenhofen 1B
Weiner, Gahr – Oexler, Gasser, Leonhardt, P. Schünemann, Lohrer, Ettl, Koppitz – Hofbauer, Steger, Heumann, Marb, M. Pfab, N. Schünemann, Schwirtzer, Uhl, L. Pfab
Münchner EK „Die Luchse“
Weber, Kaut – Stroppe, Jörg (A), Steinmetz, Killinger (A), Höhn, Hnat – Neudecker, Klopstock, Günzel, Fleissner, Vinnytskyi, Ziegelhöffer, Kovac, Deutzmann (C), Mauch, Senghas, Barth, Treichl
Tore:
1-0 N. Schünemann (L. Pfab, 7:12)
2-0 Schwirtzer (N. Schünemann, Koppitz, 33:52)
3-0 Lohrer (kein Assist, 38:47)
Strafminuten:
EC Pfaffenhofen 1B: 14
Münchner EK „Die Luchse“: 10
Bilder


























