Überzeugender Pflichtsieg zum vierten Advent – Luchse gewinnen das letzte Punktspiel des Jahres gegen Vilshofen
Die Münchner Luchse haben ihre Pflichtaufgabe am Ende des Jahres souverän erledigt. Gegen den Tabellenletzten ESC Vilshofen gab es ein klares 7-0 (3-0, 1-0, 3-0) für die Hausherren.
Die Erste startet vor den Augen der Jungluchse furios
Nachdem die wichtige Aufgabe gegen den ESC Dorfen zwei Tage zuvor mit Bravour erledigt wurde, konnte es am Sonntag nur eine Mission für die Luchse geben, nämlich das Sechs-Punkte-Wochenende vollenden. Mit dem ESC Vilshofen war der bislang punktlose Tabellenletzte und damit eine absolute Pflichtaufgabe im Münchner Weststadion zu Gast. Dank des frühen Anpfiffs um 13:30 Uhr gab es zudem ein Novum. Nachwuchsspieler der Laufschule sowie der U11 und der U13 der MEK Jungluchse begleiteten die Spieler der Ersten beim Einlauf vor dem Spiel und sorgten damit für einen schönen Auftakt zum Spiel sowie eine starke Zuschauerkulisse, geprägt von vielen Mitgliedern der schnell wachsenden MEK-Familie.
Auf dem Eis legten die Luchse furios los. Von Anpfiff an machten die Gastgeber klar, dass sie absolut nicht gewillt sind, den Wölfen die ersten Punkte der Saison zu spendieren. Das Spiel kannte nur eine Richtung, und nach sieben Minuten wurde die Münchner Überlegenheit erstmals in Tore umgemünzt. Nico Jörg brachte die Scheibe auf das gegnerische Tor, Wölfe-Goalie Jakob Schindler ließ den Schuss prallen, und Luis Stroppe war vor dem Tor zur Stelle. Der Münchner Offensivverteidiger erzielte sein viertes Tor der laufenden Saison und schob sich damit auf den zehnten Platz der internen Scorertabelle vor.
Damit war es jedoch noch nicht getan. In der elften Minute spielten die Luchse in Unterzahl, doch der Münchner Defensivverbund ließ kaum gefährliche Chancen zu, ganz im Gegenteil. Maximilian Deutzmann blockte einen Schuss von der blauen Linie, die Scheibe prallte zu Clemens von Friderici, und schon ging es in die andere Richtung. Clemens schickte Max, der den gegnerischen Verteidigern enteilte, alleine aufs gegnerische Tor zulief und den Alleinganz gnadenlos zum 2-0 versenkte. Max‘ siebtes Saisontor war sein bereits dritter Treffer in Unterzahl – zwei davon erzielte er gegen die Wölfe.
Doch auch mit dem zweiten Streich war es noch nicht getan. Seit einigen Wochen spielen die Luchse ihre Kadertiefe wieder so gut wie in der Vorbereitung aus und zeigen, dass alle vier Reihen in der Lage sind, zu scoren. Auch am Sonntag zeigte die vierte Formation der Luchse eine starke Leistung, die noch im ersten Abschnitt mit einem Treffer belohnt wurde. Jonas Mauch brachte im ersten Versuch die Scheibe aufs Tor, und Andreas Steer vollstreckte zum 3-0. Der MEK-Dauerbrenner überzeugt das ganze Jahr über schon mit Laufbereitschaft, Einsatz und Disziplin, sodass der Treffer ein wahrlich verdienter Lohn für seine Leistungen war. Die Luchse hatten durchaus noch Gelegenheiten, die Führung weiter auszubauen, doch bis zur Drittelpause blieb es vorerst beim 3-0.
Luchse verlieren den Faden, können sich auf Defensive verlassen
Der Mittelabschnitt startete zunächst so, wie das erste Drittel aufhörte, nämlich mit voller Münchner Offensivpower. Die Luchse spielten weiter geradlinig auf das gegnerische Tor und bauten ihre Führung in der 24. Minute weiter aus. Andreas Steer betrat das gegnerische Drittel auf dem linken Flügel, skatete zum Bullykreis, und packte den Hammer aus. ESC-Goalie Jakob Schindler hatte keine Chance gegen den leicht verdeckten Schlagschuss, der hoch im Winkel zum 4-0 einschlug.
Nach dem vierten Treffer verloren die Luchse jedoch ein wenig ihre Linie. Wie schon im Hinspiel intensivierten die Wölfe ihre Bemühungen, insbesondere körperlich dagegenzuhalten. Eigentlich sind Kampf und Einsatz ebenfalls Mantras des Luchsrudels, allerdings ließen sich die Münchner an diesem Tag dadurch ein wenig aus ihrem Konzept bringen. Zwei Unterzahlspiele mussten die Luchse in diesem Drittel noch überstehen, und in diesen Situationen machten sie eine ähnliche Erfahrung wie im Hinspiel – lässt man die Wölfe ins Spiel kommen, kann es schnell gefährlich werden. Mit einem Mann mehr auf dem Eis erarbeiteten sich die Gäste viele Torschüsse, einige davon durchaus gefährlich. Auf eine Person war jedoch glücklicherweise den ganzen Tag über Verlass, nämlich auf Paula Weber. Ob aus der Distanz oder aus direkter Nähe, die Münchner Torfrau entschärfte alle Torabschlüsse der Gastgeber. Somit war sie die Garantin dafür, dass die Landeshauptstädter mit einer 4-0 Führung in die zweite Pause gehen konnten.
Schlussoffensive sorgt für klaren Ausgang
Nach dem Chancenwucher der ersten beiden Abschnitte starteten die letzten zwanzig Minuten deutlich effizienter. Keine drei Minuten nach Wiederanpfiff netzte Moritz Barth zum 5-0 ein. Dank dieses Treffers kam bei den Gästen erst gar keine Hoffnung auf, den Schlussabschnitt mit einer couragierten Leistung noch drehen zu können, und so konnten die Luchse die verbleibenden Minuten entspannt von der Uhr spielen. Bis zum letzten Seitenwechsel fielen zwar keine Tore mehr, allerdings landete Dominik Duschl nach einem übermotivierten Hit an der Bande für fünf Minuten auf der Strafbank und verschaffte den Luchsen damit für beinahe die Hälfte der verbleibenden Spielzeit einen numerischen Vorteil.
Es dauerte bis nach dem finalen Seitenwechsel, bis die Münchner die Überzahl ausnutzten, doch in der 52. Minute war es schließlich so weit. Nicholas Gagne und Luis Stroppe scheiterten noch am gegnerischen Goalie, doch Dominik Hnat setzte erfolgreich ein drittes Mal nach und machte das halbe Dutzend voll. Die Luchse hatten sichtbar Spaß an ihrem Offensivspiel, und in der 55. Minute folgte der Abschluss des Eishockeytages im Eis- und Funsportzentrum West. Simon Klopstock betrat das gegnerische Drittel auf dem rechten Flügel, spielte einen Pass in den Lauf seines mitgelaufenen Reihenpartners Yehor Vinnytskyi, und der ukrainische Goalgetter netzte zum 7-0 ein. Im Anschluss überstanden die Luchse ein letztes Unterzahlspiel erfolgreich und beendeten das Jahr mit einem souveränen wie verdienten 7-0 Heimsieg.
Auf starke Leistungen vor dem eigenen Publikum für das letzte Saisondrittel aufbauen
Der Monat Dezember ist vorbei, und die Luchse haben in diesem Monat vor allem im eigenen Stadion starke Leistungen gezeigt. Gegen den EHC Waldkraiburg 1B setzte es zwar eine Niederlage, doch dieses Schicksal ereilte bislang jeden Gegner der Löwen-Reserve. Gegen den EV Dingolfing 1B, den ESC Dorfen 1B und den ESC Vilshofen holten sich die Luchse jedoch neun von neun Punkte, und das in überzeugender Art und Weise. Lediglich gegen die zweite Mannschaft der Eispiraten war das Spiel im letzten Abschnitt noch eng. In den anderen beiden Spielen erzielten die Münchner insgesamt 22 Tore und kassierten lediglich drei Gegentreffer. Auf diese Toranzahl muss jede Mannschaft erst mal kommen, auch gegen die beiden Tabellenletzten der Liga. Nun gilt es, diese positiven Eindrücke über die Feiertage ins neue Jahr mitzunehmen. Besonders die positiven Erinnerungen an die Heimspiele sind hierbei wichtig, denn fünf der verbleibenden sieben Punktspiele des Luchsrudels finden im Luchsbau statt.
Ausblick
Die Luchse greifen erst am 11. Januar mit einem Auswärtsspiel beim ESV Gebensbach wieder ins Geschehen ein. Danach geht es im Eis- und Funsportzentrum West mit fünf Heimspielen in Serie (16.1. gegen Pfaffenhofen, 18.1. gegen Aich, 24.1. gegen Freising, 31.1. gegen Gebensbach, 7.2. gegen Regen) zur Sache. Wir freuen uns für unseren Januar-Endspurt auf tolle Spiele vor tollen Kulissen!
Benjamin Dornow, 26. Dezember 2025
Statistik MEK vs Vilshofen
Münchner EK „Die Luchse“ – ESC Vilshofen 7-0 (3-0, 1-0, 3-0)
21. Dezember 2025, 13:30 Uhr
Eis- und Funsportzentrum West
Zuschauer: 86
Aufstellungen:
Münchner EK „Die Luchse“
Weber, Kaut – von Friderici, Stroppe, van gen Hassend, Jörg, Killinger (A), Hnat – Gagne, Klopstock (A), Steinmetz, Günzel, Fleissner, Vinnytskyi, Deutzmann (C), Glattenbacher, Steer, Mauch, Barth
ESC Vilshofen
Schindler, Hauser – Sattler, Greb, Sterz, Zimmermann – Ditz, Artmann (C), Hoefer, D. Duschl, Wallner, Geisenberger, Franke, Sittinger, Kremhelmer
Tore:
1-0 Stroppe (Jörg, Fleissner, 6:39)
2-0 Deutzmann (von Friderici, 10:02/SH1)
3-0 Steer (Mauch, 15:06)
4-0 Steer (Fleissner, 23:52)
5-0 Barth (Deutzmann, Gagne, 42:41)
6-0 Hnat (Stroppe, Gagne, 51:51/PP1)
7-0 Vinnytskyi (Klopstock, 54:17)
Strafminuten:
Münchner EK „Die Luchse“: 16
ESC Vilshofen: 6+5
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