MEK verliert knapp gegen Gebensbach – Luchse können frühe Führung gegen den Tabellenzweiten nicht halten

Die Saison 2025/26 bleibt für den MEK eine von unglücklichen Niederlagen geprägte Spielzeit. Das Luchsrudel brachte gegen den ESV Gebensbach eine spielerisch wie kämpferisch starke Leistung aufs Eis und konnte das Spiel lange ausgeglichen gestalten. Im letzten Drittel zogen die Gäste jedoch davon und entschieden das Spiel mit 3-5 (3-1, 0-2, 0-2) für sich.

Luchse starten traumhaft, entnerven Gästegoalie

Nach der bitteren Heimniederlage gegen Freising wollten die Luchse wieder in die Erfolgsspur finden. Vor allem im eigenen Stadion hatte man sich für den Saisonabschluss viel vorgenommen, und das stellten die Landeshauptstädter im Heimspiel gegen den ESV Gebensbach von Anpfiff an unter Beweis. Das Luchsrudel und der Tabellenzweite lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Nachdem die ersten Wechsel ausgeglichen abgelaufen sind, gingen die Gastgeber in Minute drei in Führung – nicht unverdient, aber dennoch aus dem Nichts. Andreas Steer feuerte einen Schuss in Richtung gegnerisches Tor, der sein Ziel eher weit verfehlte. Daraufhin erlief sich Andi seinen eigenen Rebound an der linken Bande und feuerte die Scheibe direkt aus der Drehung ein weiteres mal aufs Tor. Gästegoalie Manuel Hammerlindl wurde von der Direktabnahme auf dem falschen Fuß erwischt, denn die Scheibe schlug ohne nennenswerte Reaktion des Gebensbacher Keepers im Tor ein. Der Führungstreffer war Andis drittes Saisontor – ein neuer Bestwert in seiner Laufbahn im Herrenbereich.

Leider hielt die Freude im Münchner Lager nicht lange. In der 6. Minute setzten sich die Gäste in der Verteidigungszone der Luchse fest. Diese hatten mehrfach die Gelegenheit, die Scheibe aus dem eigenen Drittel zu klären, brachten sie aber einfach nicht über die blaue Linie. So kam es, wie es kommen musste. Matiss Pumpurs kam vor dem Münchner Tor an den Puck und wischte die Scheibe in Richtung Tamino Kaut. Der Münchner Goalie rechnete wohl eher mit einem Schuss als mit dem eher missglückten Hoppler von Pumpurs, sodass die Scheibe unter seinem Schoner zum 1-1 Ausgleich durchrutschte. Alles auf Anfang.

Damit war es in diesem fulminanten Eröffnungsdrittel jedoch noch nicht getan. Die Luchse konnten sich schnell berappeln und schlugen in der 8. Minute zurück. Michael Glattenbacher schickte mit einem öffnenden Pass den Münchner Offensivverteidiger Luis Stroppe auf die Reise. Das Münchner Kindl entwischte den gegnerischen Verteidigern, und als er das Drittel der Gäste betrat, hatte er nur noch Goalie Hammerlindl vor sich. Luis schaute Hammerlindl aus und ließ die Scheibe zum erneuten Führungstreffer in den Maschen zappeln. Nun waren die Luchse am Drücker, und als sie kurz vor der ersten Pause in Überzahl spielen durften, setzten sie noch einen drauf. Clemens von Friderici schoss von der blauen Linie auf das gegnerische Tor, Hammerlindl ließ prallen, und Maximilian Deutzmann reagierte am schnellsten. Deutzi drückte die Scheibe per Nachschuss über die Linie und sorgte damit nicht nur für den Pausenstand von 3-1, sondern auch für das Ende des Arbeitstages von Hammerlindl.

Der Tabellenzweite schlägt zurück

Die Gäste zeigten sich zu Beginn des Mittelabschnitts von einer komplett anderen Seite, nämlich der der souveränen Playoff-Mannschaft. Die ESVler setzten die Luchse von Drittelstart an konsequent unter Druck und kam schnell ins Spiel zurück. Wie so oft in den Begegnungen zwischen dem Münchner EK und dem ESV Gebensbach war Florian Sonnengruber hieran beteiligt. Der ehemalige MEKler drückte in der 25. Minute einen Puck zum 3-2 Anschlusstreffer über die Torlinie. Nun hatten die Gäste Oberwasser, und es dauerte gerade mal etwas mehr als eine Minute, bis das Spiel ausgeglichen war. Wieder war es der lettische Topstürmer Pumpurs, der den Puck im Tor unterbrachte, und schon stand wieder alles auf Anfang.

Die Gemschbecker waren auch für den Rest des Mittelabschnitts optisch überlegen und hatten durchaus einige Gelegenheiten, die Führung zu übernehmen. Enorm oft erhielten die Gäste die Gelegenheit, mit einem Mann mehr auf dem Eis zu agieren. Die Unterzahlformationen der Landeshauptstädter blieben jedoch standhaft, blockten Schüsse, und konnten erfolgreich eine numerische Unterzahl nach der anderen von der Uhr kämpfen. Im Gegenzug hatte Goalgetter Yehor Vinnytskyi zwei Mal die Chance, seine Mannschaft per Alleingang wieder in Führung zu bringen. Der Ukrainer fand an diesem Abend jedoch seinen Meister im eingewechselten Gästegoalie Sebastian Pfeuffer, der bislang nicht zu überwinden war. Somit ging es mit dem ausgeglichenen Spielstand von 3-3 in den letzten Abschnitt.

Lucky Bounce sorgt für die Entscheidung

Die Landeshauptstädter starteten mit Schwung und einer doppelten Überzahl in den Abend, waren allerdings viel zu ungefährlich, um etwas aus ihrem Powerplay zu machen. Das Spiel verlief ausgeglichen, und es wirkte, als würde der nächste Treffer das Spiel entscheiden. Leider konnten die Gäste diesen Stich setzen. Ein Schuss von Matiss Pumpurs landete neben dem Tor und hoppelte in Richtung Slot. Weder Tamino Kaut, noch ein Münchner Abwehrspieler konnten den Knucklepuck kontrollieren, und die Scheibe landete direkt auf der Kelle von Matthias Selmair. Der Gebensbacher Veteran netzte eiskalt ein und stellte auf 3-4 für die Gäste. Der Treffer war nicht unverdient, aber einmal mehr unglücklich und spiegelt damit einmal mehr die aktuelle Saison des Luchsrudel wider.

Im letzten Abschnitt versuchten die Luchse alles, um das Spiel nochmal auszugleichen, allerdings endeten alle Versuche entweder an einem Gebensbacher Abwehrspieler oder im Handschuh von Sebastian Pfeuffer. Den Münchnern lief mehr und mehr die Zeit davon, und gut zwei Minuten vor Abpfiff schlugen die Gäste den Sargnagel in das Spiel. In Überzahl entwischte Matiss Pumpurs seinen Bewachern, spielte Tamino Kaut aus und sorgte mit einem sehenswerten Breakaway-Treffer nicht nur für seinen Hattrick, sondern auch für den 3-5 Endstand.

Ein weiteres Spiel der Kategorie „verpasste Gelegenheit“

Wieder spielen die Luchse gegen ein Team aus der Spitzengruppe der Bezirksliga Mitte, und wieder gehen die Luchse am Ende leer aus. Es ist ein weiteres Spiel, in dem die Münchner sich wirklich stark präsentiert haben, bis zum Ende kämpfen, und dennoch ohne Punkte wieder in die Kabine gehen. Haben die Landeshauptstädter im vergangenen Winter solche Spiele gewonnen, fehlt dieses Jahr einfach das Quäntchen Glück, um diese Partien über die Ziellinie zu bringen. Dennoch wäre es vermessen, dem Luchsrudel eine schlechte Leistung zu attestieren. Von der Top-Formation bis zur vierten Reihe brachten alle Spieler ein starkes Spiel aufs Eis, doch leider fehlt in dieser Saison einfach das gewisse Etwas, um Matches gegen die Spitzenteams ans Land zu ziehen. Dieses Wochenende haben die Luchse ein letztes Mal die Chance, das Glück gegen ein Top-Team auf ihre Seite zu ziehen.

Ausblick

Am Samstag steht für den MEK das letzte Heimspiel der Saison 2025/26 an. Um 19:30 Uhr sind die Red Dragons aus Regen im Münchner Westen zu Gast. Bei unserem letzten Heimspiel würden wir uns sehr über eine tolle Kulisse freuen!

Benjamin Dornow, 04. Februar 2026

Statistik

Münchner EK „Die Luchse“ – ESV Gebensbach 3-5 (3-1, 0-2, 0-2)

30. Januar 2026, 19:30 Uhr

Eis- und Funsportzentrum West

Zuschauer: 83

Aufstellungen:

Münchner EK „Die Luchse“

Kaut, Kumerics – von Friderici, Stroppe, Jörg, Killinger (A), Höhn, Hnat, Paramonov – Klopstock (A), Steinmetz, Fleissner, Vinnytskyi, Ziegelhöffer, Kovac, Deutzmann (C), Glattenbacher, Steer, Mauch, Barth

ESV Gebensbach

Hammerlindl, Pfeuffer – Radouch, Kerscher, Mayer, Huber, Beham, Dost, Löscher – Göttlicher, Neumayr, Krzizok, Müller, Panthaler, Weindl, Pumpurs, P. Pfahler, Sonnengruber, C. Pfahler, Selmair

Tore:

1-0 Steer (kein Assist, 3:00)

1-1 Pumpurs (Selmair, 5:33)

2-1 Stroppe (Glattenbacher, Deutzmann, 7:44)

3-1 Deutzmann (von Friderici, Vinnytskyi, 17:55/PP1)

3-2 Sonnengruber (P. Pfahler, 24:23)

3-3 Pumpurs (C. Pfahler, 25:57)

3-4 Selmair (Pumpurs, Panthaler, 48:30)

3-5 Pumpurs (kein Assist, 57:41/PP1)

Strafminuten:

Münchner EK „Die Luchse“: 16

ESV Gebensbach: 14

Bilder