Knappe Niederlage im dritten Testspiel – Starkes erstes Drittel reicht in Pfaffenhofen nicht aus

Die Münchner Luchse mussten im dritten Testspiel die zweite Niederlage einstecken. Beim Spitzenteam EC Pfaffenhofen starteten die Landeshauptstädter stark in die Begegnung, mussten sich jedoch am Ende eines äußerst fair geführten Spiels mit 4-2 (0-2, 3-0, 1-0) geschlagen geben.

Münchner Minimalisten starken stark

Das Luchsrudel konnte am Sonntag mit einem guten Gefühl in Richtung Holledau reisen. Die Landeshauptstädter hatten ein grundsolides erstes Testspielwochenende hinter sich und konnten mit Maximilian Deutzmann, Theodor Ziegelhöffer und Christian Steinmetz einige Stammspieler der letzten Jahre erstmals im Lineup begrüßen. Zudem absolvierten Nico Zimmermann und Florian Sonnengruber ihren ersten Einsatz für den MEK. Dass das Spiel am Wochenende dennoch keine einfache Aufgabe werden würde, war ebenso klar. Zum einen war die Eishalle Pfaffenhofen schon immer ein ungemütliches Pflaster für die Münchner, und zum anderen war die diesjährige Pfaffenhofener Mannschaft um einiges stärker als die ehemalige ECP-Reserve, gegen die die Luchse oft genug schon ihre liebe Mühe hatten

Wenig überraschend übernahmen die favorisierten Holledauer schnell das Heft des Handelns, allerdings war die Münchner Defensive von Beginn an hellwach. Die Luchse ließen keine Schüsse aus gefährlichen Positionen zu, und die Versuche, die die Gastgeber auf das Münchner Gehäuse brachten, wurden von Goalie Jan Kumerics entschärft. An alter Wirkungsstätte zeigte sich der erfahrene MEK-Goalie in bestechender Frühform und war den gesamten ersten Abschnitt über nicht zu bezwingen. Die Luchse kamen zwar deutlich seltener vor das Tor als ihre Gegner, allerdings machten sie das meiste aus ihren Gelegenheiten. In der vierten Minute zog Verteidiger Dmitrii Paramonov nach einem gewonnenen Bully im Angriffsdrittel einfach mal ab, die Scheibe wurde von Theodor Ziegelhöffer mehr oder minder gewollt abgefälscht, und Goalie Patrick Weiner konnte den Puck erst lokalisieren, als er bereits im Netz eingeschlagen war. Ein Schuss, ein Tor – so einfach kann Eishockey sein.

Auch nach dem Führungstreffer blieben die Luchse ihrem Spiel treu. Defensiv standen die Münchner stabil und konnten sich im Tor auf Jan Kumerics verlassen, und offensiv setzten sie weiter Nadelstiche. Ein besonders sehenswerter gelang den Münchnern in der 14. Minute. Die erste Münchner Sturmreihe bestehend aus Max Deutzmann, Theodor Ziegelhöffer und Florian Sonnengruber spielte an diesem Abend besonders stark auf und setzte ihrer Leistung mit einem Kabinettstückchen das Krönchen auf. Max bediente Theo mit einem cleveren Rückhandpass, und der flinke Stürmer ging wie ein warmes Messer durch die buttrige Verteidigung der Gastgeber. Mit einem sehenswerten Move ließ er drei Gegenspieler alt aussehen und konnte auch Goalie Patrick Weiner verladen. Mit dem Spielstand von 0-2 ging es wenige Minuten später in die Kabine zum ersten Pausentee.

Gastgeber drehen im Mittelabschnitt auf

Die favorisierten Gastgeber hatten in den ersten zwanzig Minuten noch recht wenig gezeigt. In Sachen Quantität waren sie mit 19-5 Torschüssen zwar überlegen, in Sachen Qualität waren jedoch kaum Hochkaräter dabei. Dies sollte sich im Mittelabschnitt ändern. Der ECP startete mit viel Dampf und schaffte es, nach zwei Minuten auch auf dem Scoreboard zu erscheinen. In einer Druckphase fand Maddox Schwirtzer seinen neuen Mannschaftskameraden Mathias Jeske im hohen Slot. Der langjährige Landesligaspieler legte sich die Scheibe kurz zurecht und versenkte sie mit einem unhaltbaren Handgelenkschuss hoch im Eck. Der Treffer tat den Gastgebern gut, und gut zwei Minuten später gab es den nächsten Rückschlag für die Luchse. Erneut konnte ein Pfaffenhofener Spieler aus zentraler Position abschließen, diesmal Quirin Oexler. Im Gegensatz zu Jeske schoss er flach, doch das Resultat war gleich – erneut schlug die Scheibe im Tor der Landeshauptstädter ein.

Der ECP zeigte nun seine Klasse und stellte unter Beweis, warum mit der Mannschaft in der kommenden Bezirksligasaison absolut zu rechnen ist. Die Luchse ließen nun zu viele Abschlüsse aus nächster Nähe zu, und Jan Kumerics hatte seine liebe Mühe, das Unentschieden weiter festzuhalten. Das erste und einzige Überzahlspiel der Münchner sorgte für eine kurze Entlastung. Besonders die zweite Hälfte des Powerplays sah bereits deutlich besser aus das das Powerplay des ersten Testspielwochenendes, allerdings wollte nichts Zählbares dabei herausspringen. Kurz sah es so aus, als würde es mit dem 2-2 ins letzte Drittel gehen, doch vier Minuten vor der zweiten Pause schlugen die Gastgeber erneut zu. Ein Fehlpass im Drittel der Luchse führte zu einer sehenswerten Kombination der ECP-Stürmer, die von Maddox Schwirtzer erfolgreich abgeschlossen wurde.

Kein Comeback trotz starkem Kampf

Nach einem schwachen Mittelabschnitt zeigten die Luchse im letzten Abschnitt wieder mehr Biss. Die Gäste spielten wieder mehr nach vorne, und so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit guten Gelegenheiten auf beiden Seiten. Mit mehr Raum und der Führung im Rücken hatten die Gastgeber jedoch weiterhin etwas mehr Spielanteile und gefährlichere Chancen, und in der 51. Minute fiel schließlich die Vorentscheidung. Der ECP entschied ein Bully in der Münchner Zone für sich, ließen die Scheibe laufen, und schließlich war es Leonardo Uhl, der vor dem Tor freigespielt wurde und den Puck aus nächster Nähe versenkte.

In den verbleibenden zehn Minuten mussten die Luchse nun noch mehr Risiko gehen. Dies gab den Gastgebern mehr Raum zum Kontern, doch dank des Torgestänges sowie starken Saves von Jan Kumerics konnten die Pfaffenhofener das Ergebnis nicht noch weiter nach oben schrauben. Zwei Minuten vor Ende hätten die Landeshauptstädter das Spiel beinahe nochmal spannend gemacht. Der den ganzen Abend über schon sehr stark auftretende Maximilian Deutzmann tankte sich durch die gegnerische Hintermannschaft und hatte nur noch ECP-Goalie Weiner vor sich, setzte seinen Handgelenkschuss jedoch an den Pfosten. Somit endete das sehr fair geführte Testspiel in Pfaffenhofen mit einem 4-2 für die den ECP.

Luchse bringen weiter Licht und Schatten aufs Eisit

Auch am zweiten Testspielwochenende zeigen die Jungs von MEK-Coach Tobias Knallinger sowohl Licht als auch Schatten. In den ersten zwanzig Minuten zeigten sich die Münchner bereit für den Ligastart. Gegen eine starke Mannschaft ließen sie in der eigenen Zone kaum gefährliche Chancen zu und agierten ungemein effizient im Angriff. Danach wurden die Luchse jedoch von der Energie der Gastgeber überwältigt und schafften es nicht mehr, das Blatt zu wenden. Dennoch präsentierten sich Theodor Ziegelhöffer und Maximilian Deutzmann bereits in guter Frühform, und auch Florian Sonnengruber zeigte ein starkes erstes Spiel zurück im Luchsfell. Der Mann im Mittelpunkt war jedoch zweifelsohne Jan Kumerics. Der Münchner Goalie wurde am Sonntag stark beansprucht und präsentierte sich von seiner besten Seite. Insgesamt befinden sich die Luchse weiterhin auf einem guten Weg, den sie in den verbleibenden drei Testspielen sowie dem Trainingslager fortsetzen möchten.

Ausblick

Am kommenden Wochenende geht das Testspielprogramm der Luchse weiter. Die Landeshauptstädter statten am Samstag, dem 26.09.2026, dem ESC Kempten 1B einen Besuch ab.

Benjamin Dornow, 22. September 2026

Statistik

EC Pfaffenhofen – Münchner EK „Die Luchse“ 4-2 (0-2, 3-0, 1-0)

20. September 2026, 17:30 Uhr

Stadtwerke Arena Pfaffenhofen

Zuschauer: 51

Aufstellungen:

EC Pfaffenhofen

Weiner, Kipfelsberger – Oexler, Jeske, Koppitz, Heumann, Lohrer (A), Wolf (A), Münzhuber, Hofbauer – Marb, Leonhardt, Weber, Vaculik, M. Pfab (C), Heß, Uhl, L. Pfab, Schildhabel, Schwirtzer

Münchner EK „Die Luchse“

Kumerics, Kaut – von Friderici, Stroppe, Killinger (A), Höhn, Olek, Paramonov (C) – Steinmetz, Fleissner, Vinnytskyi, Ziegelhöffer, Deutzmann, Valyshkin, Steer, Zimmermann, Sonnengruber, Senghas, Stiebel, Barth (A)

Tore:

0-1 Ziegelhöffer (Paramonov, 3:49)

0-2 Ziegelhöffer (Deutzmann, 13:13)

1-2 Jeske (Schwirtzer, 22:02)

2-2 Oexler (Wolf, Heumann, 24:26)

3-2 Schwirtzer (Jeske, Hofbauer, 36:47)

4-2 Uhl (Weber, Heß, 50:48)

Bilder