Luchse müssen sich von Torfrau verabschieden – Danke, Paula!
Das Luchsrudel muss sich von einem Teil seiner Goalierotation verabschieden. Nach zwei Spielzeiten im Münchner Westen verlässt Paula Weber den MEK.
Als Paula im Sommer 2024 in die bayrische Landeshauptstadt kam, sorgte sie mit ihrer Ankunft für eine interessante Personalsituation im Münchner Gehäuse. Obwohl von diesem Moment an vier Goalies im Kader des MEK standen, war sie die einzige Torhüterin mit einer klassischen Ausbildung auf ihrer Position. Von Kindesbeinen an stand sie zwischen den Pfosten, und ihr sportlicher Ehrgeiz machte sich früh bemerkbar. Mit einer Auswahl aus ambitionierten Nachwuchsspielerinnen nahm sie am World Selects Invitational teil, und im Ligenspielbetrieb trat sie mit den Teams aus Ottobrunn, Grafing und Geretsried stets in den höchsten Nachwuchsligen des BEV an. Auch im Fraueneishockey feierte sie frühe Erfolge. Als Goalie beim ESC Planegg konnte sie in der Saison 2020/21 die deutsche Meisterschaft erringen.
Nach ihrer letzten Saison im Nachwuchsbereich trat Paula mit dem damaligen Luchse-Kapitän Leon Axtner in Kontakt und bekundete Interesse an einem Engagement beim Münchner Eishockeyklub. Vom ersten Sommertraining an legte sie ihren unvergleichlichen Ehrgeiz an den Tag und konnte die Verantwortlichen im Münchner Westen schnell von sich überzeugen. Nachdem sie sich in den ersten Testspielen an das Niveau in der Bezirksliga Bayern gewöhnen musste, feierte sie ein Punktspieldebüt nach Maß. In ihrem ersten Punktspiel im Herrenbereich ließ die Newcomerin keine Scheibe passieren und hatte einen elementaren Anteil am sensationellen Start der Luchse in die enorm erfolgreiche Saison 2024/25.
Nach einer starken ersten Spielzeit beim MEK wollte Paula in der Saison 2025/26 den nächsten Schritt machen. Unter anderem aufgrund der Leistungsdichte im Münchner Gehäuse kam die Torhüterin jedoch nicht im erhofften Maße zum Zug. Stand sie zwischen den Pfosten, zeigte sie ihre gewohnten Fähigkeiten. Paula glänzt mit starken Reflexen, guter Kommunikation mit ihren Vorderleuten, sowie einem starken Stellungsspiel. Dass auf sie Verlass ist, zeigt sich zum einen in ihren individuellen Statistiken als auch in den Ergebnissen, wenn sie auf dem Eis war. Paula beendete die Spielzeit mannschaftsintern mit den besten Gegentorschnitt sowie der besten Fangquote und verließ das Eis in drei ihrer vier Einsätze als Siegerin. Insgesamt stand sie in ihren zwei Spielzeiten beim MEK in 540 Punktspielminuten (neun Spiele) zwischen den Pfosten, wies einen Gegentorschnitt von 2,11 auf, und konnte 91,08 % der Schüsse auf ihr Tor abwehren. Außerdem spielte sie zwei Mal zu Null.
Grundsätzlich blickt Paula auf zwei enorm schöne Jahre beim Münchner EK zurück. Sie war ein elementarer Teil der Kabine im Münchner Westen und möchte keine Sekunde mit dem Luchsrudel missen. Als ehrgeizige Athletin, die sich kontinuierlich weiterentwickeln möchte, gab es jedoch ein Problem. Die Goaliekonstellation der Landeshauptstädter machte Punktspieleinsätze in den vergangenen zwei Wintern zur raren Ressource. Die junge Torhüterin braucht jedoch eines mehr als alles andere, und das sind Einsatzzeiten im Ligenspielbetrieb. Um mehr Spielpraxis zu erhalten, entschied sich Paula nach langer Bedenkzeit und schweren Herzens für einen Wechsel zu einem anderen Bezirksligisten und damit gegen einen Verbleib im Luchsrudel.
Damit endet der gemeinsame sportliche Weg im Münchner Westen nach zwei Wintern. Was bleibt, sind die Erinnerungen an eine für beide Seiten absolut positive Zeit. Mit ihren sportlichen Fähigkeiten sowie insbesondere ihrem Charakter war Paula eine absolute Bereicherung für das Luchsrudel. Sie hat nicht nur als Spielerin den Luchs auf dem Trikot, sondern als engagierte Helferin in der Laufschule sowie Torhütertrainerin im Nachwuchs auch den MEK als Ganzes im Herzen getragen. Ihre Zuverlässigkeit stand ihrem Ehrgeiz in Nichts nach. Zudem war sie stets ehrlich und hat auch im Kontext ihres Wechsels mit offenen Karten gespielt. Für all dies möchten wir uns ausdrücklich bei Paula bedanken.
Vielen Dank für die schöne gemeinsame Zeit, Paula! Wir wünschen dir sportlich wie privat nur das Beste!
10. August 2026