Pechvogel nimmt zweiten Anlauf – Nico Olek geht in verspätete Debütsaison beim MEK
Ein verletzungsbedingtes Saisonende im zweiten Testspiel hatte Neuluchs Nico Olek nicht für seine erste Spielzeit im Münchner Westen gebucht. Aufgehoben heißt jedoch nicht aufgeschoben, denn der vielseitig einsetzbare Youngster bleibt weiter Teil des Luchsrudels.
Vor seiner Ankunft beim MEK spielte Nico zwar bereits in der bayrischen Landeshauptstadt Eishockey, seine meisten Erfahrungen auf dem Eis machte er jedoch oberhalb des Weißwurschtäquators. Im Jahr 2014 startete seine Eishockeylaufbahn im Nachwuchs des Akademikervereins FASS Berlin. Dort spielte er in der U12 und der U14, ehe es zum innerstädtischen Rivalen Preussen Berlin ging. Im Anschluss führte ihn sein Weg zur Eishockeyabteilung des Hamburger SV. Dort spielte er mit der U17 der Nordlichter in der zweiten Liga, und mit der U20 der Raute trat er in der DNL3 an. Im Jahr 2022 gab es schließlich einen vorerst letzten Abstecher nach Berlin. In der Hauptstadt bestritt er in der 1B-Mannschaft seines Heimatvereins FASS Berlin seine erste Saison im Seniorenbereich und konnte sich dort mit acht Punkten in sieben Spielen durchaus beweisen. Noch im selben Jahr ging es für Nico erstmals nach München. Dort spielte er drei Jahre lang für die U20-Mannschaft des EHC bzw. der Rookie Bulls, ehe er erneut innerstädtisch wechselte, diesmal zum MEK.
Vom ersten Tag an hatte Nico die Kultur der Offenheit gegenüber jungen Spielern beim MEK wahrgenommen, und er sah im Luchsrudel schnell gute Chancen zur sportlichen Weiterentwicklung. Dass er einen Beitrag zu einer erfolgreichen Saison leisten kann, zeigte der damals Zwanzigjährige bereits in den Sommereiszeiten der Luchse. Dieser Eindruck verfestigte sich im ersten Testspiel der Landeshauptstädter weiter. Beim Landesligisten EHC Straubing brachte der Neuluchs eine starke Leistung aufs Eis, und das, obwohl er als Mittelstürmer statt wie gewohnt als Verteidiger zum Zug kam. Leider konnte nie an diese positiven Eindrücke angeschlossen werden, doch das lag nicht am Spieler. Im ersten Wechsel seines zweiten Testspieleinsatzes beim EV Dingolfing 1B musste der Nezugang verletzt vom Eis. Wenige Tage nach dem vorzeitig beendeten Spiel kam die faustdicke wie bittere Überraschung. Entgegen anfänglichen Erwartungen musste Nico operiert werden, sodass die Saison 2025/26 für ihn bereits im September beendet war.
Obwohl der interne „Pechvogel des Jahres“ der vergangenen Saison damit an den frühzeitig ausgeschalteten Neuzugang ging, ist dies natürlich kein Grund, das Kapitel MEK vorzeitig zu beenden. Nico konnte zwar kein einziges Saisonspiel bestreiten, allerdings unterstützte er seine Mannschaftskollegen unbeirrt bei den Spielen und zeigte, dass er zweifelsohne ein Teil des Luchsrudels ist. Zudem konnte er in den letzten Trainingseinheiten der Saison wieder mit dem Team aufs Eis gehen. Die sportliche Leitung des MEK nimmt nicht nur das Engagement neben dem Eis wahr, sondern hat auch die vielversprechenden Leistungen auf dem Eis gesehen, und möchte dem Youngster die Gelegenheit geben, im kommenden Winter sein verspätetes Debüt im Luchsfell zu geben. Somit wird Nico auch zur Saison 2026/27 seine Schlittschuhe für den MEK schnüren.
Wir freuen uns, dass du uns treu bleibst, Nico, und wünschen dir eine verletzungsfreie Saison mit vielen Einsätzen!
Benjamin Dornow, 22. Juli 2026