Lernerfahrung beim Landesliga-Spitzenteam – Luchse kassieren erwartete Schlappe bei den Wanderers Germering

Das Luchsrudel hat vor dem Trainingslager einiges an Lernmaterial sammeln können. Die Landeshauptstädter kämpften von Anpfiff bis zur Schlusssirene, allerdings machte sich der Klassenunterschied zum ambitionierten Landesligisten Wanderers Germering bei der 15-1 (5-1, 9-0, 3-0) Testspielniederlage dennoch bemerkbar.

Germering stürmt, Luchse halten dagegen

Die Luchse starteten voller Vorfreude in das Match gegen den ambitionierten Landesligisten aus Germering. Zum einen passiert es nicht alle Tage, dass ein Bezirksligist von einem solch starken Gegner zu einem Testspiel eingeladen wird. Außerdem bietet das Spiel für jeden einzelnen Spieler eine Gelegenheit, viel über das eigene Spiel zu lernen, und besonders die eigenen Schwachstellen gnadenlos aufgezeigt zu bekommen. Und schließlich war es für einige Luchse eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Ferdinand Fleissner, Simon Klopstock, Sascha Günzel, Clemens von Friderici und Dominik Hnat dürften sich entsprechend besonders auf das Spiel gefreut haben.

Von der ersten Minute an lief das Spiel wie erwartet ab. Die Gastgeber dominierten die Begegnung und schnürten die Luchse im eigenen Drittel ein. Jens Berger erhielt den Start zwischen den Pfosten und sah sich von Anpfiff an mit hochkarätigen Chancen der Gastgeber konfrontiert. Der Münchner Goalie machte seine Sache jedoch sehr gut und hielt den Kasten bis zur achten Minute sauber. Hier sorgte Valentin Haerty für den ersten Treffer der Gastgeber, und eine Minute später legte Lennart Guttenthaler zum 2-0 nach.

Die Luchse versteckten sich jedoch nicht und versuchten, ihrerseits ebenfalls Akzente zu setzen. Die erste Offensivaktion gehörte Luis Stroppe, der mit einem sehenswerten Move durch die Abwehr ging, allerdings an Goalie Fabio Marx scheiterte. Der zweite Versuch seiner Reihe war dann schließlich von Erfolg gekrönt. Sascha Günzel schickte mit einem langen Pass Yehor Vinnytskyi auf die Reise, der ukrainische Stürmer schlüpfte durch die Germeringer Hintermannschaft und versenkte die Scheibe im Alleingang zum 2-1 Anschlusstreffer. Die 40-50 mitgereisten Luchsefans bejubelten den sehenswerten Treffer frenetisch, und die Luchse konnten beflügelt von diesem Erfolgserlebnis das Spiel noch einige Minuten eng halten. Gegen Drittelende war der Druck jedoch zu groß, und die Gastgeber konnten den Vorsprung wieder ausbauen. Marco Göttle und erneut Valentin Haerty erhöhten per Doppelschlag auf 4-1, und als Michael Dorfner in der letzten Minute vor der ersten Pause mit einem Sonntagsschuss von der blauen Linie zum 5-1 traf, wurde klar, wohin die Reise trotz bester Bemühungen der Münchner gehen würde.

Der Landesligist zeigt seine Klasse

Auch im zweiten Drittel lief das Spiel wie erwartet, allerdings machten sich die Luchse das Leben nun auch noch selbst schwerer. Standen die Münchner im ersten Drittel noch nah am Mann und verteidigten mit Kampf und Leidenschaft, sahen sie den Wanderers nun zu häufig dabei zu, wie sie ihr Spiel aufzogen. Zudem versuchten die Gäste, die Gastgeber noch früher zu stören, standen dadurch allerdings auch deutlich höher als im ersten Drittel. Dies ermöglichte es den Germeringern, im eigenen Stadion zu kontern. So dauerte es nur 23 Sekunden, bis Manuel Winkler auf 6-1 erhöhen konnte. Eine weitere Minute später traf Quirin Reichel zum 7-1, und vier Minuten später kam es in eigener Überzahl noch dicker. Während einer angezeigten Strafe gegen den MEK ließen die Gastgeber die Scheibe wie am Schnürchen laufen, und Michael Fischer schloss eine traumhafte Kombination zum 8-1 ab. Nach dem darauffolgenden 9-1 von Quirin Reichel war für Jens Berger im Münchner Tor Feierabend. Der Goalie zeigte eine starke Leistung, war gegen die Offensivmaschinerie der Wanderers jedoch machtlos und wurde vor allem im zweiten Drittel von seinen Vorderleuten zu oft allein gelassen.

Der Torwartwechsel zu Tamino Kaut schien die Münchner Hintermannschaft ein wenig aufzurütteln, und die Luchse verteidigten nun wieder deutlich disziplinierter. Wirklich in Schach halten ließ sich die Germeringer Offensive, die mit viel Torhunger agierte, dennoch nicht. In der 33. Minute schnürte Valentin Haerty den Dreierpack und machte das Ergebnis zweistellig. Zwei Minuten später erzielte auch Guttenthaler seinen zweiten Treffer des Abends. Kurz darauf wurde Dominik Hnat nach einem etwas übermotivierten Hit an der Bande für fünf Minuten vom Eis geschickt. In der darauffolgenden Unterzahlübung verteidigten die Luchse wieder mit viel Herz, konnten jedoch einen weiteren Einschlag vor der Pause nicht verhindern. Marco Göttle machte das Dutzend voll und stellte auf den Pausenstand von 12-1.

Luchse arbeiten hart, halten letzten Abschnitt knapp

Die Landeshauptstädter starteten in Unterzahl in die letzten zwanzig Minuten und mussten noch einen weiteren Treffer während der großen Strafe hinnehmen. Markus Kerber erhöhte zwei Minuten nach Wiederanpfiff auf 13-1, doch in der Folge konnten die Münchner weitere Gegentreffer verhindern. Die Luchse hörten trotz des Spielstandes nicht auf, zu kämpfen, warfen sich weiterhin in gegnerische Schüsse, und schafften es, die defensive Blutung zu stoppen. Der starke Kampf wurde oft mir Schmerzen bezahlt, beispielsweise von Nico Zimmermann. Der Neuluchs gab am Freitagabend in jedem Wechsel alles, bekam im letzten Abschnitt jedoch einen Schlagschuss auf den Schlittschuh. Somit musste Nico seinen Arbeitstag vorzeitig beenden, kann dafür aber stolz auf eine kämpferisch vorbildliche Leistung sein.

Erst als sich das Spiel dem Ende zuneigte, setzten die Gastgeber die finalen Treffer des Abends. Mit vier Minuten auf der Uhr vollendete Michael Fischer zum 14-1, und gut zwei Minuten vor Abpfiff war es Nico Rossi, der den 15-1 Endstand herstellte. Die Luchse wurden trotz der glasklaren Niederlage von den zahlreich mitgereisten Gästefans, darunter viele Kinder und Eltern der MEK Jungluchse, unter großem Applaus in die Kabine verabschiedet.

Eine erwartete, erkenntnisreiche Lehrstunde

Die Luchse sind in fester Erwartung einer Lehrstunde nach Germering gefahren, und genau diese haben sie erhalten. Die Landeshauptstädter haben sich stark gewehrt und haben ihr druckvolles Spiel aufs Eis gebracht, allerdings boten sich dadurch einige Gelegenheiten für die Gastgeber, ihre Schnelligkeit und Passsicherheit auszuspielen. Trotz des am Ende deutlichen Spielstands haben sich die Luchse jedoch ordentlich präsentiert und brachten einige starke Einzelleistungen aufs Eis. Allen voran die Goalies Jens Berger und Tamino Kaut hielten ihr Team mit starken Saves so lange wie möglich im Spiel und verhinderten im weiteren Verlauf des Matches einen höheren Endstand. Zudem agierten besonders Luis Stroppe, Simon Klopstock, Moritz Barth und Nico Olek mit viel Energie, ließen sich keine Minute hängen, und versuchten, auch offensiv Akzente zu setzen.

Ausblick

Am kommenden Wochenende sind die Luchse im Trainingslager im österreichischen Götzens. Eine Woche später geht es für den MEK nach Inzell zum letzten Testspiel vot dem Hauptrundenstart.

Benjamin Dornow, 05. Oktober 2026

Statistik

Wanderers Germering – Münchner EK „Die Luchse“ 15-1 (5-1, 7-0, 3-0)

02. Oktober 2026, 20:00 Uhr

Polariom Germering

Zuschauer: 118

Aufstellungen:

Wanderers Germering

Marx, Kiefer – Berger, Raß, Sager, Haerty, Kerber, Schuster, Henrici – Guttenthaler, L. Kolb, Rossi, Göttle, Dorfner (A), Fischer, Menge, K. Kolb (A), Reichel (C), Winkler

Münchner EK „Die Luchse“

Berger, Kaut – Bernhofer, Klopstock, von Friderici, van gen Hassend, Killinger, Hnat – Stroppe, Günzel, Fleissner, Vinnytskyi (A), Seemann, Deutzmann (C), Olek (A), Zimmermann, Valyshkin, Barth

Tore:

1-0 Haerty (L. Kolb, Henrici, 7:19)

2-0 Guttenthaler (Göttle, 8:55)

2-1 Vinnytskyi (Günzel, Klopstock, 10:32)

3-1 Göttle (Menge, K. Kolb, 14:42)

4-1 Haerty (kein Assist, 15:38)

5-1 Dorfner (Reichel, 19:12)

6-1 Winkler (Menge, 20:23)

7-1 Reichel (Dorfner, 21:39)

8-1 Fischer (Menge, 25:29/EA)

9-1 Reichel (Rossi, Berger, 27:23)

10-1 Haerty (kein Assist, 32:58)

11-1 Guttenthaler (Winkler, 34:29)

12-1 Göttle (Menge, Fischer, 38:27/PP1)

13-1 Kerber (Haerty, 42:05/PP1)

14-1 Fischer (Sager, Guttenthaler, 55:20)

15-1 Rossi (Reichel, 57:47)

Bilder